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Wiblingen. 183
tinus. Es iſt in dieſer Buͤcherkammer ein dicker Band
theils von dem Marx Anton de Dominis, Biſchofen
zu Spalatro, ſelbſt geſchriebener, theils geſammleter, ei⸗
genhaͤndiger vieler und groͤßtentheils noch nicht heraus ge—
gebener Briefe. Aus den ſeltenen Ausgaben der neu
emporſteigenden Buchdruckerkunſt iſt nach einem mit in
Holz eingeſchnittenen Tafeln gedruckten Buch da, Cicero
von denPflichten 1465. aus der Buchdruckerey des
Johann Fuſt. Vom Jahr 1469. bis ans Ende des fuͤnfze⸗
henten Jahrhunderts iſt faſt kein Jahr, aus welchem nicht
ein oder mehrere gedruckte Buͤcher vorhanden ſeyn, die
auch denen Handſchriften gleich geſchaͤtzt werden, aus wel—
chen ſi nachgedruckt worden: daß wir von andern ſeltenen
Buͤchern nichts ſagen, welche von mehrbelobtem Schel⸗
hoörnen in groſſer Anzahl nahmhaft gemachet werden.
ρρμομς 4εααρι
Wiblingen.
Nue weit von der Stadt Ulm bey dem Zuſammenfluß der
Donau und der Iller liegt das Kloſter Wiblingen,
welges ein Pflanzort von unſerm Kloſter St. Blaſien iſt,
als zahin der ſelige Abt Wernher mit ſeinen Bruͤdern be⸗
rufei worden, deſſen Grabſtatt mitten in der Kirche auch
die Beſeſſene verrathen, welche alldort bey dem h. Kreuz
oft befreyet werden. Man erzaͤhlet noch andere unzaͤhliche
Wuder ſchon ſeit ſechshundert Jahren, die allda geſche⸗
hen ſnd. Von dieſen iſt eine groſſe Anzahl in einem Buͤch⸗
lein, welches im Jahr 1747. im Druck heraus gekommen,
aufgeeichnet. Es befindet ſich zu Wiblingen ein anſehnli⸗
cher Veil des h. Kreuzes, welcher doch in der Groͤſſe dem
unſrige zu St. Blaſien nicht gleich kommt, und der noch
uͤberdatein Naͤgelmaal hat, woraus erhellet, daß er von dem
Zwerchhlz ſeyn muͤſſe, von welchem man ſagt, daß es von
einer anern Gattung Holzes, als das uͤbrige, geweſen, naͤm⸗
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