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184 Wiblingen.
lich eines Oelbaums *) wie es auch die Farbe zu erkennen
giebt, die etwas braͤuner iſt, als die Theilgen ſind, ſo man
hin und wieder antrift, auch das zu Wiblingen. Was
dieſes letztere anbetrift, ſo haben ſolches die erſten Stifter,
die Grafen Hartmann und Otto von Kirchberg aus
dem heiligen Krieg mit ſich nach Hauſe gebracht, und zu
Wiblingen hinterlaſſen. Von dieſen Grafen ſchreibt Ber⸗
thold von Conſtanz, in dem Anhang zu dem lahmer Her⸗
mann folgendes: Desgleichen haben in Aleman⸗
nien Graf Hartmann und ſein Bruder Oto ein
neues Kloſter auf ihrem eigenen Gut, an dem
Ort, wo die Donau und der Illerfluß zuſanmen
kommen, zur Ehre des h. Maͤrtinus aufgebauet,
welches eben der Biſchof von Conſtanz (Geb⸗
hard) im Herbſtmonat eingeweihet: Bingegen
der ehrwuͤrdige Otto, Abt von St. Blaſten, hat
die regulirte Zucht daſelbſten eingefuͤhret. Dieſes
ſchreibt Berthold auf das Jahr 109 . obſchon einige die
Ankunft des Wernhers ſpaͤter, naͤmlich, gegen das Ende
des eilften, andere gegen den Anfang des zwoͤlften Jahr⸗
hunderts ſetzen. Alleine in ſeiner Grabſchrift wird gmel⸗
det, daß er nach vier und zwanzig Jahren ſeiner Ve wal⸗
tung, und im Jahr Chriſti 1126. mit Tod abgegaigen,
und in der Bulle Urbanus II. vom Jahr 1099. wid er
ſchon als Abt geleſen. Seine neuere Grabſchrift lautt fol—
gender
) Der Balſam aber wird zum⸗⸗⸗Chriſma gebrauchet, (wie etin der
Liturgie des H. Germanus heißt beym Martene in dem zter Band
feiner unausgegebenen Schriften S. 98.) 'der Maſtixbaum vird ei⸗
ne Gaͤttung von Holz genennet, von welchem man das Farz des
*Balſams nimmt, und von einem ſolchen Maſtixbaum ſolloerjenige
*Theil an des HErrn Kreuz geweſen ſeyn, woran die Gotloſen die
»heiligen Haͤnde des HErrn angenagelt. Deswegen wid auch das
*Harz dieſes Holzes ausgetheilet 2 welches auch von (ten Zeiten
vher eingedrucket⸗⸗⸗*
Hier iſt durch langes Alter die Handſchrift dergeſtalen verderbet,
daß man ſolche nicht mehr herausbringen kann, genug daß man dar⸗
aus verſtehet, was zur gegenwaͤrtigen Sache dienet.
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