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Zwiefalten. 197
von Wuͤrtemberg abgekauffet. Wiewolen die meiſten Kloͤ—
ſter dieſes gemeiniglich erfahren haben, daß anſtatt des
Schutzes, welchen ihnen dergleichen Schirmsvoͤgte leiſten
ſollten, ſie keine Feinde aͤrger behandelt und in der Knecht⸗
ſchaft gehalten haben. Nichtsdeſtoweniger hat GOtt ihrem
frommen Wandel und bruͤnſtigen Seufzern die Gnade er⸗
theilet, daß ſie unter dieſen und den damaligen groſſen
Krieges⸗Gefahren eine ſehr herrliche Kirche nebſt ungemein
hohen, ſtarken und ſehr ſchoͤn gewoͤlbten Thuͤrmen aus Vier⸗
eckſteinen, zur Zierde des goͤttlichen Dienſtes, aufbauen
konnten. Man ſparet auch keine Koſten die Gelehrſamkeit
und Wiſſenſchaften in Aufnahm zu bringen, vornehmlich die
heilige Gottesgelahrtheit, welche nun in dieſem Kloſter einen
neuen Glanz erhaͤlt. Da den eilften des Heumonats das
Feſt der Ueberſetzung des h. Vaters Benedicts einfiel, wie
es die Franzoſen nennen, als die ſich ruͤhmen, daß ſie deſſen
heilige Gebeine, die von Caſſin nach Fleury uͤberbracht und
derſetzet worden, annoch wirklich beſitzen, oder, wie wir es
nennen, das Feſt des feyerlichen Angedenkens: So haben
wir nach der loͤblichen Gewohnheit der Benedictiniſch⸗
Schwaͤbiſchen Verſammlung des h. Joſephs, der feyer⸗
lichen Erneurung der Kloſtergeluͤbde beygewohnet. Sie
geſchiehet alljaͤhrlich in dem Verſammlungs⸗Haus bey der
Aufopferung unter dem Hochamt. Der Hochwuͤrdige Abt
pricht die Formul der Geluͤbde vor, und die uͤbrigen ſprechen
hme die Worte und die Geluͤbde nach.
„α. . . . e h . e . . . .
Ochſenhauſen.
An folgenden Tag ſind wir durch die Kaiſerliche freye
Reichsſtadt Biberach, welche theils von Catholiſchen,
thels von Lutheriſchen Buͤrgern bewohnet wird, und die,
wie es an mehrern Orten geſchiehet, in einer Kirche in der
Halung des Gottesdienſtes, auf einander folgen, in das be⸗
N 3 ruͤhmte
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