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Ochſenhauſen. 203
find auch die Hirſauiſchen Gewohnheiten des h. Wilhelms
befindlich. Ein Bußbuch aus dem Buͤcherſchrank der Roͤ⸗
miſchen Kirche genommen, wie die Buͤſſende aufzunehmen,
zu beurtheilen oder zu verſoͤhnen ſeyen. Es faͤngt an: So
oft die Chriſten zur Buſſe kommen, legen wir
Faſten auf ꝛc. Es folgt in eben dieſem Band ein Buß⸗
buch aus den kirchlichen Unterweiſungen von Rhabanus,
dem ehrwuͤrdigen Erzbiſchof ganz kurz herausgezogen.
Dem geliebten Bruder Heribald, Vorſtehern zu
Alcedon ꝛc. Das Leiden des h. Georgs, Martyrers,
Schutzgoͤnners des Kloſters, wie in einem andern das Leiden
des h. Blaſius in Reimen abgefaſſet. Dieſe gehoͤren ohn⸗
gefehr in das zwoͤlfte Jahrhundert. Es verdienen noch
zwey Schriften angefuͤhret zu werden aus dem dreyzehnten
Jahrhundert. Die eine, von der Lage der heiligen Oerter
des Arculphus. Am Ende wird folgender Brief des
h. Bernhards angehaͤnget, welcher in des Mabillons
Ausgabe nicht befindlich iſt. Bernhard, berufener Abt
zu Clairvaux, entbietet ſeinem in Chriſto geliebten
Sohn G. von Stopho ſeinen Gruß und Gebete.
Unſer geliebteſter Sohn, dein Bruder Heinrich,
iſt bey uns eingekehret, und hat auf unſern
Rath, den Vorſatz des heilſamen Zeichens,
ſo er bekommen, nicht abgeleget. Aber etwas
weit beſſeres: denn gleichwie er arm worden, fur
den armen Chriſtus, ſo hat er ſich entſchloſſen, in
dem Hauſe der Armen Chriſti unter dem EFleid des
Ordens zu wohnen. Dieſes darf dir weder be⸗
ſchwerlich noch hart vorkommen, weil er mit der
Maria den beſten Theil erwaͤhlet, welcher nicht
von ihm wird genommen werden; er hat die Ge⸗
ſtalt angezogen eines waͤhrhaftigen Pilgrims
nach Jeruſalem, nicht in das, welches die Prophe⸗
ten getoͤdtet, ſondern in dasjenige, deſſen Theil
in ihm ſelber iſt. So troͤſte dich nun mit dieſen
Worten, und gedenke, was ihr erſt letztens unter
einander
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