Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 6519,baa
Gerbert, Martin; Köhler, Johann Ludwig [Übers.]
Des hochwürdigsten Herrn, Herrn Martin Gerberts ... Reisen durch Alemannien, Welschland und Frankreich: welche in den Jahren 1759, 1760, 1761 und 1762 angestellet worden; auch mit zwey Registern der Orte und merkwuerdigsten Sachen vers.
Ulm, 1767
Seite: 234
(PDF, 121 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gerbert1767/0256
234 Petershauſen.

die zur Geſchichte dieſer Zeiten dienen, unter andern etwas
von der Reiſe des h. Bernhards durch ſelbige Gegenden
in ſich haͤlt. Wir waren hauptſaͤchlich begierig, in Anſehung
des oͤffentlichen Gottesdienſtes von Alemannien, als worauf
wir unſer vornehmſtes Abſehen richteten, das Sacraments⸗
buch zu durchſehen, welches zu Rom herausgekommen,
nach der Urſchrifft der Rammer geſchrieben, wie
die Meſſe in Rom gehalten wird, welches Calmet
in ſeiner gelehrten Reiſe durch ſeinen Enkel und ſeinen Nach⸗
folger in der Abtey Sens, naͤmlich den D. Fanche, ange⸗
prieſen und empfohlen. Ein dergleichen ſehr ſchoͤnes Buch
von ohngefehr neun hundert Jahren her haben wir in un⸗
ferm Klioſter. Allein es war eben der Abt und Obere,
welcher das Buch in der Verwahrung hat, nicht zu Hauſe,
und alſo wurden wir unſers Wunſches nicht theilhaftig.
Der Untervorſteher gab uns das Verſprechen, ſolches ehe⸗
ſtens nach St. Blaſien zu unſerm Nutzen zu ſchicken, wel⸗
ches wir endlich erhalten, indeme er zu allem Gluͤck zum
Abt erwaͤhlet worden, und der alten Freundſchaft und Ver⸗
ſprechens eingedenk, ſolches auf unſer Begehren durch einen
ſichern Mann uͤberſendet hat.

Es war uns nichts vergnuͤglichers, als dieſe Peters⸗
hauſiſche Handſchrift gegen die unſrige zu St. Blaſien
zu halten, die dieſer ſo aͤhnlich iſt, daß man auf die Ge⸗
danken gerathen moͤchte, es ſeyen beede von einer Hand ge⸗
ſchrieben. worden. Andere Handſchriften haben wir nicht
geſehen. Von gedruckten Buͤchern, die Gottesgelehrtheit
betreffend, ſind viele merkwuͤrdige Auflagen da, unter
welche zwey Ausgaben vom h. Thomas zu zaͤhlen, die
eine aus Venedig vom Jahr 1593. die zweyte aus Ant⸗
werpen von 1612. worinnen die Stelle von der Ausnahm
der ſeligſten Jungfrau Maria, auch von der Erbſuͤnde, von
den gemeinen Ausgaben abweichet, in dem 1. Sentenz
Diſt. 44. Frag. 11. Art. 3. bis 3. und alſo lautet: So
groß war die Reinigkeit der Jungfrau, daß ſe
Ru


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gerbert1767/0256