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Conſtanz. 237
deſſelben, wie ingleichem ſeines Nachfolgers des D. Fanche,
ſeines Reiſegefaͤhrten und Verfaſſers der herausgegebenen
Reiſebeſchreibung, gleiche Meinung erſehen, ſo haben wir
uns gefreuet. In der Mauer der Capelle des h. Blaſius,
wo man auf den Kirchhof der Stifts⸗Chorherren hinaus
gehet, iſt in die Wand ein Stein eingemachet, mit einer
alten Innſchrift, welche in die Zeiten der Kaiſer Diocle⸗
tians und Maximinus gehoͤret. In dieſer wird geſaget,
daß die Mauren von Winterthur von dem beruͤhmten und
angeſehenen Mann Aurelius Proculus wieder hergeſtellet
worden ſeyen. Dieſes hat einige zu dem Irrthum verleitet,
als wann Conſtanz Winterthur waͤre, welche letztere
Stadt heutiges Tages noch ihren Namen behaͤlt, und einen
Platz hat unter den roͤmiſchen Poſtirungen auf der Peutin⸗
geriſchen Landcharte zwiſchen Fines und Windiſch, einer
weit aͤltern Stadt, als Conſtanz iſt, welche durch ihren
Namen ihren Stifter, den Conſtantinus oder Conſtan⸗
tius verraͤth, (doch der Erdbeſchreiber Kavennas Quido
behauptet, dieſe Stadt ſeye von den Alemannen erbauet
worden,) welchen einige zu des Conſtantinus Vater
machen, der in dieſen Gegenden Feldherr wider die Ale⸗
mannen ware, gegen deren Einfaͤlle in Gallien oder Helve⸗
tien dieſe Stadt ein Schutz ſeyn konnte, um den Bodenſee
und den in ſeinem Bette enthaltenen und durchgehenden
Rhein, in Sicherheit zu erhalten.
Dieſer Ort war nach der Zeit nicht weniger ein Schloß
des Catholiſchen Glaubens, indeme auf der einen Seite
das Evangelium durch den h. Dirminius und h. Frido⸗
linus, auf der andern durch den h. Columbanus und
h. Gallus ausgebreitet worden, nachdeme der biſchoͤfliche
Sitz von Windiſch nach Conſtanz verleget worden,
welchen ſo viele heilige und wachſame Hirten gezieret, als
die Conrade, Gebharde u. f. auch des hoͤchſten Stuhls
durch Deutſchland Geſandte; hernach ferner der H. R.
Kirche Cardinaͤle Marcus Sitticus, Andregs von
Oeſter⸗
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