Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 6519,baa
Gerbert, Martin; Köhler, Johann Ludwig [Übers.]
Des hochwürdigsten Herrn, Herrn Martin Gerberts ... Reisen durch Alemannien, Welschland und Frankreich: welche in den Jahren 1759, 1760, 1761 und 1762 angestellet worden; auch mit zwey Registern der Orte und merkwuerdigsten Sachen vers.
Ulm, 1767
Seite: 238
(PDF, 121 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gerbert1767/0260
238 Conſtanz.

Oeſterreich, und in unſern Tagen Hugo von Schoͤn⸗
born, und Franz Conrad von Rodt. Dieſes letztern
ruͤhmliche Meldung fordern vornehmlich von uns ſowohl an⸗
dere gegen uns erzeigte hohe Wohlthaten, als auch die uns
auf unſerer Reiſe bewieſene beſondere Gnade, mit welcher
er uns, da wir unſern Abzug von Moͤrsburg beſchleunig—
ten, durch einen eigenhaͤndig geſchriebenen ungemein hoͤf⸗
lichen Brief beehrte, und durch Dero leiblichen Herrn
Bruder, den Hochwuͤrdigen Domherrn der daſigen Stifts⸗
Kirche uͤberſchickte. Wir hatten auch deſſen noͤthig, denn
es giebt allerley Zeiten und Menſchen, welche manchmalen
groſſe Schwuͤrigkeiten machen, wann ſie der gelehrten Welt
ihre Schaͤtze mittheilen ſollen. Wie ganz anders Ihro
Eminenz, der Herr Cardinal von Rodt, geſinnet ſeyen, der⸗
gleichen Nacheiferer des Saturninus zu einem Beyſpiel,
wird Dero Schreiben hier am bequemen Ort beweiſen:
Franz Conrad von Rodt entbietet dem Sochehr⸗
wuͤrdigen Vater, Martin Gerbert ſeinen Segen,
Gruß und alles Gute. Es war mir Deroſſelben
Gegenwart an meinem Hof angenehm, doch noch
angenehmer, ja hoͤchſterwuͤnſcht die gelehrte Un⸗
terredung, in welcher ich mich mit Ihnen ergoͤtzet,
und gleichwie ich mich muͤndlich erklaͤret, daß ich
Zu Befoͤrderung Dero gelehrten Arbeiten behuͤlf⸗
lich ſeyn wolle, alſo ſchlieſſe ich auch hier ein
Schreiben an meinen Herrn Stellverwalter an,
damit Ihnen der freye Zutritt zum Buͤcherſaal
meines Kloſters Reichenau offen ſtehe. Es iſt
Ihre eigene Schuld, daß Sie keine Handverſiche⸗
rung von mir mit ſich nach Conſtanz genommen,
weil Sie wider meinen Willen und Einladung
ungegeſſen fortgereiſet, ich wuͤnſche, daß Sie
einige Vortheile fuͤr Ihre gelehrte Reiſe in meinem
Reichenau antreffen moͤchten. Dem Hochwuͤr⸗
digſten FJuͤrſten, Dero Abten, verſichern Sie meine
beſtaͤndige Ergebenheit und aufrichtigſte Hoch⸗
achtung.


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gerbert1767/0260