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242 Allilgemeine Kirchenverſammlung
Verſchlieſſung in dem Vorhof des Kaufhauſes in der Stadt,
woſelbſt die Wahl geſchehen. Er wurde in der Domkirche,
erſtlich zum Diakon, hernach zum Prieſter und Biſchof, und
endlich zum Pabſt eingeſegnet, wie es in der paͤbſtlichen
Meſſe zu Rom gebraͤuchlich iſt. Die Juden haben ſich
damals auch mit den Geſetztafeln dargeſtellet, an welche der
Pabſt nach Gewohnheit folgende Anrede gethan: Der
allmaͤchtige GOtt ziehe den Schleyer von euren
Augen weg, daß ihr das Licht des ewigen Lebens
ſehen koͤnnet, im Namen des Vaters, und des
Sohnes, und des heiligen Geiſtes, Amen.
Da nun dieſe Kirchenverſammlung fuͤnf Jahre, naͤm⸗
lich vom Jahr 1414. bis 1418. gedauret, ſo geſchahe es,
daß groſſe und beruͤhmte Maͤnner und Hirten hieſelbſt mit
Tod abgiengen: naͤmlich der Cardinal Franciſcus von
Zarabella, deſſen Grabſchrift in der Kirche der P. P.
Franciſcaner zu leſen. In der Kirche der Dominicaner
aber liegt Emanuel Chryſoloras, ein Edler aus Con⸗
ſtantinopel begraben, einer von denenjenigen, welche die
griechiſche Gelehrſamkeit in die Abendlaͤnder, vornehmlich
nach Italien, damals gebracht. Dieſem hat nicht allein
Johannes von Ravenſpurg, ſondern auch Aeneas
Sylvius, nachmaliger Pabſt Pius II. durch eine herrliche
Grabſchrift die letzte Ehre erwieſen. Landolfus von
Bari, Cardinal aus dem Koͤniglich⸗Sicilianiſchen Stamm
wurde gleichfalls bey den P. P. Dominicanern anfaͤnglich
mit groͤſter Pracht begraben, ſein Leib wurde aber nach⸗
gehends in Sicilien uͤberfuͤhret. Hingegen bey den Augu⸗
ſtinern liegt der Cardinal Pandellus von Balbina be⸗
graben. In der Mitte des Chors der Domkirche wird
noch eine andere dergleichen Grabſchrift geſehen, die uns
aber aus dem Gedaͤchtniß gefallen, woſelbſt auch der Erz⸗
biſchof Rupert begraben worden. Das iſt auch etwas
beſonders, daß Nicolaus, Erzbiſchof zu Conſtanz, (heu⸗
tiges Tages Coutance) in der Normandie, der bey der
Kirchen⸗
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