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258 Schaffhauſen.
ſters gehoͤren, verborgen liegen. Unter dieſen ſind auch die⸗
jenige Sachen faſt ausgeloͤſchet worden, welche in den alten
Mauren des Kloſters angezeichnet geweſen, und da in der
Kirche der Boden mit einem neuen Pflaſter bedecket wurde,
ſo iſt dadurch das Grab des ſeligen Eberhards, des
Stifters, verdunkelt worden, deſſen Feſt man ehemalen in
der Kirche oͤffentlich gefeyert, wie wir ſolches in den alten
Rheinauiſchen Meßbuͤchern gefunden haben. Heutiges Tages
enthaͤlt ein Theil von den Gebaͤuden dieſes Kloſters die oͤf⸗
fentliche Buͤcher⸗Kammer, in welcher, auſſer der ſchoͤnen
griechiſchen erſtbelobten Handſchrift, und einigen Suren
des tuͤrkiſchen Corans, die ſehr zierlich geſchrieben, etwelche
mehr ſeltene, als alte Sachen anzutreffen ſind. Dergleichen
iſt der Catechiſmmus des Johannes Ott, alſo auf deutſch
geſchrieben, daß man meinet, er ſeye gedruckt.
Ferner von dem beruͤhmten und gelehrten Frauenzimmer
Eliſabetha von Waldkyrch, (die, ob ſie ſchon blind war,
dennoch einige Buͤcher ſolle in die Feder angegeben haben,)
folgende mit kleinen Buchſtaben durch ein Reisbley mit
eigener Hand zierlich geſchriebene Paar Verſe:
Linea ſi titubet, lector, litteraeque vacillent,
Noris, quam fallax ſit, ſine luce, manus.
Genevae d. 21. May tremula manu pinxit
an. 1698. Eſter Eliſabett de 'aldkyrch.
Wenn hier die Zeile weicht, und die Buchſtaben ſchwanken,
So faſſe dir es doch, mein Leſer, in Gedanken,
Die Hand ſchreibt ungewiß bey dem entzognen Licht,
Da ihrer Fuͤhrerinn, dem Aug der Schein gebricht.
Genff, den 21. May ſchriebs mit zitternder Hand
1598. Eſther Eliſabeth von Waldkyrch.
Man hat auch die mit eigener Hand vom Manlius ge—⸗
ſchriebene Beſchreibung des Conſtanziſchen Kirchenſprengels.
Von den raren Ausgaben der erſten Buchdruckerey ſind da
des M. T. Cicero Buͤcher von den Pflichten, aus der
Werkſtatt
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