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264 Rheinau.
Theilen des Gottesdienſtes vom IX. Jahrh. 1. vom X. 1.
XI. 3. XIII. 4. Pſalmenbuͤcher vom IX. Jahrh. 1.
vom XI. 1. XII. 2. XIV. 2. XV. 3. Brevire vom
IX. Jahrh. 1. vom XI. I. vom XIV. 2. vom XV. 3.
Und noch uͤber dieſes vier Gottesdienſts⸗Calender fuͤr den
Rheinauer⸗Chor, in welchen die Ordnung des Werkes
GOttes enthalten ohngefehr vom XI. Jahrhundert. Fer⸗
ners ein Ueberbleibſel eines uralten Todtenregiſters, ver⸗
ſchiedene Maͤrtyrerverzeichniſſe, Regeln des h. Benedicts,
und Buͤcher der heiligen Schrift, unter welchen eines in
deutſchen Reimen mit Bildern aus dem XIV. Jahrhundert
befindlich iſt. Unter den Handſchriften ſind die Werke der
h. Vaͤter, des Umbroſius, Hieronymus, Auguſtinus
und Gregorius, von dieſen dreyen ſind etliche Werke in
einem Band mit Longobardiſchen Buchſtaben geſchrieben.
Des Juſtus von Urgel, des h. Iſidorus, Anſelmus,
Rhabanus Maurus, Bernhards, Honorius
von Autuͤn, Angelomus von St. Gallen Erklaͤrung der
hohen Lieder, des h. Arnulphs drey Buͤcher Briefe von
den Orten des heiligen Landes, von Reginbert,
einem Reichenauiſchen Moͤnche, geſchrieben. Des Sedulcus
aus Irrland Sammlungen uͤber den Apoſtel, oder Auslegung
der vornehmſten Briefe Pauli. Faͤngt an: Ehe wir
auf die Erklaͤrung der apoſtoliſchen Worte kom⸗
men, wollen wir vorhero einige Grundſaͤtze, das
iſt, die vornehmſten Lehrſaͤtze verſuchen. Eines
Hausgenoßnen Schriftſtellers, Rudolphs von Radegg,/
Moͤnchs und Prieſters, unausgegebene Erklaͤrung des gan⸗
zen Pfſalters Davids, nebſt einer Auslegung der hohen
Lieder, die am Ende mangelhaft, wird hier auch aufbehalten.
Von ihme wird nach der Erklaͤrung der fremden Stellen
der Schrift auf dem Zten Blat folgendes geleſen: *)
Der Prieſter Rudolph hat diß Buch ans Licht gebracht;
Er war getreu und gut auf GOttes Dienſt bedacht.
Aus einem edlen Stamm in Zuͤrch iſt' er entſproſſen;
Und neun und zwanzig Jahr ſind ihm daſelbſt verloſen
rauf
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