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272 Die Quellen der Donau.
und wovon die Alten bezeugen, daß hieraus die Donau ent⸗
ſpringe, nebſt dem Rhein, dem vornehmſten Fluß in Europa,
ſo daß, wie jene aus dem Berg Abula, alſo dieſer aus dem
Abnoba ſeinen Urſprung habe, auf den Gipfeln des
Berges Abnoba in Germaͤnien, ſagt Plinius.*)
Dieſes kommt mit dem Urſprung der Fluͤſſe ſehr wohl
uͤberein, als deren Quelle gerne auf einem erhoͤheten Ort und
auf ſteilen Bergen entſpringet, und iſt der Meinung derer⸗
jenigen guͤnſtig, welche behaupten, die Donau und die Brig
haͤtten einerley Urſprung, nicht weit von dem Kloſter
St. Georgen, und welche meinen, der Name Brig komme
vielmehr dem Thal zu, aus welchem der Berg in die Hoͤhe
ſteigt, und den man den Hirſch⸗ oder Hirzberg nennet,
und welcher fuͤr den erhabenſten Ort der ganzen Landſchaft
gehalten, auch der Gipfel von Alemannien in der Nachricht
der Stiftung des Kloſters St. Georgen geheiſſen wird.
Hier ſetzen ſie eine kleine Huͤtte oder Bauernhaͤuslein, bey
welchem die Donau aus dem unterſten des daran gelegenen
Berges am erſten herfuͤrſprudle: von dar waͤſſert ſie ein
und andere Wieſen, ſammlet ſtch aber in einen Kanal, und
lauft bey St. Georgen hinab, und verſchlinget den Bach
Sommerau.
* &ρ .. ec
Doneſchingen.
Wann ſie nun von dannen (gegen die Stadt Villingen,
bey welcher die erſte Bruͤcke uͤber dieſen Fluß gehet,)
nach Doneſchingen lauffet, ſo bekommt ſie den Namen
Donau, und dieſes wird gemeiniglich fuͤr die erſte Quelle
der Donau, nach der Schicklichkeit des Namens, ſowohl
des Ortes, als des Baches ſelbſten, gehalten. Innerhalb
den Mauren aber des Fuͤrſtlich⸗Fuͤrſtenbergiſchen Schloſſes,
bricht ſie aus der Erde herfuͤr, und iſt in ihrer eigenen
Quelle
—) Im 4,. B. der Nat. Geſch. c. Ia.
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