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Hirſau. 297
antrift, ſo daß man die Oerter der Roͤmiſchen Soldaten⸗
Poſtirungen feſtſetzen kann.
Man zeiget auch heilige Geſchenke, welche denen Feld⸗
Goͤttern und Goͤttinnen, als der Sonne, dem Mitra,
dem Jupiter, dem Mars, der Juno gewiedmet waren;
Altaͤre mit ihren Opfergefaͤſſen, einer Schale, worinn Wein
und andere fluͤßige Sachen dargebracht wurden, einem tie⸗
fen Schuͤſſelein, Napf oder Loͤffel, mit welchem man das
Rauchwerk und das geroͤſtete Mehl mit Salz heraus langte,
einer Axt, mit welcher man das Opferthier todt ſchlug, einem
Opfermeſſer, oder einem Meſſer von Eiſen, mit welchem man
das Opferthier ausweidete. Dieſe Dinge hat man ſorg⸗
faͤltiger aufbehalten, als die alten Heiligthuͤmer der ehriſt⸗
lichen Religion in Wuͤrtemberg, worinnen ehemals die alte
Religion ſo ſehr gebluͤhet, und eine ſo groſſe Anzahl der GOtt
geweiheten Orte geweſen, wie man ſolches aus des Beſolds
wieder erneuerten Denkmaalen ſchlieſſen kann.
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Hirſau.
ie daſigen Denkmaale ſteigen uͤber die Carolingiſche
Zeit nicht hinauf, es muͤßte dann Glauben verdienen,
was Beſold aus der Speyeriſchen Schriftenkammer von der
Heliſena, der Stifterinn des Hirſauiſchen Kloſters, ſchon im
Jahr 645. vorbringet, welches wenigſtens das aͤlteſte in dem
Herzogthum Wuͤrtemberg iſt, deſſen Zeitbuch Johannes
Tritheim geſchrieben, und ſeinen Zeitpunkt vone Jahr 30.
anfaͤngt. Nachdeme der Bau des Kloſters erſt im Jahr 838.
vollendet worden, ſo fieng Graf Erlafried der Stifter die⸗
ſes Kloſters an daran zu gedenken, woher er Moͤnche, die
nach der Regel des H. Vaters Benedicts wohl unterrichtet
waͤren, in dieſes ſein Kloſter pflanzen koͤnnte. Er wendete
ſich alſo an das Kloſter Fulda, woſelbſten die Moͤnche unter
dem Abt Rhabanus Maurus gebildet wurden, deren
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