Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 6519,baa
Gerbert, Martin; Köhler, Johann Ludwig [Übers.]
Des hochwürdigsten Herrn, Herrn Martin Gerberts ... Reisen durch Alemannien, Welschland und Frankreich: welche in den Jahren 1759, 1760, 1761 und 1762 angestellet worden; auch mit zwey Registern der Orte und merkwuerdigsten Sachen vers.
Ulm, 1767
Seite: 304
(PDF, 121 MB)
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gerbert1767/0328
304 Die Landſchaft Ortenau.

richtet hatten, in welchem uns von dem chriſtlichen Aleman.
nien die Kloͤſter von dem H. Benedicts⸗Orden, vornehmlich
das zu Schuttern ſehr alte Spuren darreichen. Man
glaubet, der Urheber deſſelbigen ſeye ſchon zu Eingang des
VII. Jahrhunderts Offo, ein Engellaͤndiſcher Prinz, der
Wiedererbauer aber der h. Pirminius geweſen, welcher
den Grafen Ruthard angeleitet, das Kloſter Gengenbach
zu ſtiften. Hieſelbſt hat zu eben derſelben Zeit an den
Graͤnzen der Mortenau an dem Fuß des Schwarzwaldes,
unter dem Namen Moͤnchszelle das Kloſter Ettenheim
der Biſchof zu Strasburg, Heddo, vormals Abt in der Rei⸗
chenau, am erſten aufgerichtet. Dieſer Ruthard war auch
der naͤmliche, welcher das Kloſter, Arnolfes Augienſis
genannt, uͤber dem Rhein geſtiftet hat um das Jahr 724.
als der h. Pirminius in das Elſaß gekommen. Nach der Zeit
brannte es ab, und wurde in den herwaͤrtigen Theil des Rheins
verſetzet, und Schwarzach, und zwar vielmehr von dem
Fluß Schwarzach, als von der ſchwarzen Farbe der Bene⸗
dictiner, wie einige es meinen, genennet. Denn die ſchwarze
Farbe war bey ihnen vor Zeiten nicht ſo beſtaͤndig in Anſe⸗
hung des langen Rockes, der, nachdeme auch die Farbe der
Benedictiniſchen Kleidung iſt feſtgeſetzet worden, ſehr oft
weiß mit einem ſchwarzen Scapulier bey uns geweſen iſt.
Wir haben dieſes nicht nur auf nicht ſo gar alten Bildern
hin und wieder, und in einheimiſchen Denkmaalen angetrof⸗
fen, ſondern es hat auch Mabillon aus einem alten vati⸗
caniſchen Buch, das ehemals dem Kloſter Caſſino gehoͤret,
angemerket, daß nebſt verſchiedenen Bildniſſen der Moͤnche
und Aebte, auch das Bildniß des h. Benedicts mit einer
ſchwarzen Kappe und einer weiſſen Kutte oder Rock zu ſehen
ſeye, welches die Kleidung der Ciſtercienſer iſt, von denen
ſonſten die ſchwarzen Benedictiniſchen Moͤnche unterſchieden
waren. So wird in den Satzungen und Ordnungen Con⸗
rads, Erzbiſchofs zu Coͤlln unterm Jahr 1260. im III. Band
der deutſchen Kirchenverſammlungen S. 594. verordnet:
Daß die Moͤnche der ſchwarzen Kleidung vom
.. Bene⸗


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