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312 Strasburg.
aufzudrucken: da ſetzt er dieſelbe zwiſchen Maynz und
Strasburg alſo in einen Vergleich, daß beede Staͤdte an
ihrem Burger, dem Gutenberg, wegen der Erſtlinge diefer
ren ſich gleichmaͤßig ruͤhmen koͤnnen, und uͤber dieſes
Maynz ein beſonderes Lob an ihrem Peter Schoiffer
in Anſehung der gegoſſenen Buchſtaben habe.
Er ſetzet alſo drey unterſchiedene Kuͤnſte, welche gleich⸗
ſam Stuffenweiß und allmaͤhlig entſtanden. Zur erſten
rechnet er diejenige Gattung des Holzſtechens, welche in
Brettlein, denen Seiten der Buͤcher gleich, veſte Buchſtaben
eingeſchnitten, zu deren Erfinder die Hollaͤnder den Coſter
aus Harlem machen. Die zweyte hat die veſten Buch⸗
ſtaben in bewegliche verwandelt; woraus die leichtlich um⸗
zuwendende Buchdruckerey emporſteiget, welche eigentlich
den Namen der Buchdruckerey verdienet. Dieſe hat Gu⸗
tenberg zu Strasburg erfunden. Die dritte verwandelt
die geſchnitzten Buchſtaben in gegoſſene. Die erſtere nennet er
die Coſteriſche, die zweyte die Gutenbergiſche, die dritte
die Schoifferiſche. Nur allein der Johann Fuſt, dem
man hin und wieder den vornehmſten Antheil mit den erſten
Erfindern zueignet, kommt in keine Klaſſe, ja er ſtehet wegen
ſeiner Betruͤgereyen und Untreue bey ihm in einem uͤblen
Ruf. Die erſten Urheber muͤſſen es wahrhaftig ſich ſelber
beymeſſen, wenn ſie bishero nicht nach Verdienſt ſind gelobet
worden, indeme ſie mehr auf den Gewinn als auf den Ruhm
bedacht waren, und im Anfang die Kunſt heimlich gehalten,
damit ſie die gedruckten Buͤcher fuͤr Handſchriften deſto
theurer verkauffen konnten. Daß nun Gutenberg im
Anfang zu Strasburg alſo gethan, beweiſet Schoͤpflin,
und leget uns zugleich auch die Strasburgiſche Urkunden
aus denen oͤffentlichen Gerichtsbuͤchern der Stadt vor, und
erlaͤutert die Sache.
Zwar war Gutenberg zu Maynz geboren, doch
hat Schoͤpflin aus denen öͤffentlichen Raths⸗Schriften
des Jahres 1439. die Zeugen⸗Auſſage am erſten herfuͤr⸗
gezogen,
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