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342 Augſt.
von Augſt ausgegraben von allerhand Metall und Bildung,
ferner Edelſteine, Gefaͤſſe u. d. g. Das Reiſebuch des An⸗
tonins und die Theodoſiſche Charte bezeichnen die Roͤmiſchen
Straſſen an beeden Ufern des Rheins. Amianus Mar⸗
cellin, welcher unter dem Kaiſer Theodoſius geſchrieben,
gedenket dieſer Stadt noch als einer weitlaͤufigen Stadt in
Vergleichung mit der Stadt Biſanz; bis ſolcher die Ale⸗
mannen den Untergang zugezogen.
Wir erſehen aus dem Amianus *), daß unter dem
Kaiſer Conſtanz und Julian zahlreiche Kriegsheere hier
geweſen, als Vadomir ein Bruder des Gundomads
in denen Gegenden von Alemannien ſich aufhielte, welche
den Marcianiſchen Wald und den Berg Abnoba nebſt dem
heutigen Breisgau in ſich begreifen. Beede haben nichts
deſtoweniger ſich hier den Rhein eroͤfnet, ſo wie nachgehends
Attila und die Alemannen wechſelsweiſe, welche ſowohl dieſe
als andere an dem Rhein gelegene Roͤmiſche Feſtungen uͤber
den Haufen geworfen. In der kurz vorher angefuͤhrten
Nachricht der Landſchaften Galliens aus dem fuͤnften Jahr⸗
hundert kommt nur das Rauraker Schloß mit Namen vor,
welches auch, nachdem es zerſtoͤret worden, zu ſeyn auf—
gehoͤret hat. Darauf iſt der ganze Ruhm und alte Glanz
in das benachbarte Baſel hinuͤber gewandert, und heutiges
Tages iſt nur noch allein der Name uͤbrig, welchen ein
Dorf, Augſt genannt, fuͤhret. Jedoch nachmals kommt
noch in den offenen Briefen der Augſtgaͤu vor, und wir leſen
beym P. Herrgott **), daß die Grafſchaft Auguſta von
Heinrich III. im Jahr 1041. der Kirche zu Baſel geſchenket
worden in dem Gaͤu Ougeſtowe und Sisgowe. Ou—⸗
geſtowe iſt ohnfehlbar ſelbſt der Gaͤu, welcher von dieſem
Auguſta den Namen bekommen. Ihm lieget gegen Mor⸗
gen, woher der Rheinfluß gebogen hinunterlauft, der Frick⸗
gaͤu von dem Fluß Felina ſo benamſet, nahe an, welcher
durch
*) Im 14 Buch 10. Cap.
**) Im II. Band der Habsburg. Geneal.
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