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344 Der Brisgaͤu.
den erſten Saamen der chriſtlichen Religion und auch des
Kloſterlebens hinterlaſſen, nachdem er ein Jungfrauen⸗
Kloſter erbauet, welches nun adeliche Chorfrauen, deren
Aebtiſſinn eine Fuͤrſtinn iſt, inne haben. Es befindet ſich hier
die Aſche des heiligen Mannes, die Denkmaale des Alter⸗
thums hat das Feuer verzehret. Weiter von dannen gegen
den Rheinfluß uͤber lieget die Stadt und das Schloß Lau⸗
fenburg, wovon der Name der Herrſchaft derer Laufen⸗
burgiſchen Grafen beruͤhmt iſt. Darnach kommt Walds⸗
hut, oder die Hut des Waldes, diſſeits dem Rhein, wo
nicht weit davon bey dem Dorf Coblenz die Gipfel des
Berges Juraſſus ſich erniedrigen.
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Der Brisgaͤu.
Auſſer andern Wegen nach Augſt, welche uns eben die
ehrwuͤrdigen Denkmaale des Roͤmiſchen Alterthums,
wir wollen ſagen, das Reiſebuch des Antonins und die
Theodoſiſche Charte bezeichnen, iſt derjenige, welchem wir,
allein auf dem gegenuͤber liegenden Alemanniſchen Rheinufer,
bey nahe gefolget haben. Dieſer Weg iſt gedoppelt, der
eine weichet ein wenig von dem Rhein ab gegen Muͤhlhauſen,
der zweyte gehet gerade an dem Rheinufer von Muͤhlhau⸗
ſen nach Baſel, Ottmarsheim, gegen dem Staͤdtlein
Neuburg uͤber nach Bantenheim, woſelbſt ſchon Rhe⸗
nanus Roͤmiſche Alterthuͤmer gefunden zu haben bezeuget,
Selbſt der Berg Briſiacus, welcher ſchon in unſerer diſſeits
Rheiniſchen Gegend liegt, hat uns auf dieſen Theil des
Rheins gezogen, nachdem er ſeinen Strom veraͤndert.
Denn da unter dem Roͤmiſchen Staat der Rhein den Berg
Briſiacus, wie er in des Antonins Reiſebuch heiſſet,
gegen der Morgenſeite anſpuͤlets, und folglich Gallien, oder
den Burgundiern nahe lag, ſo hat er nachgehends, indem
ſich der Fluß zertheilet, ſelbigen in der Mitte gehalten, und
nach
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