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358 Oberriedt.
Mit dieſen und andern Zierrathen und Schmuck ſeine
Braut, das iſt, ſeine Buͤcherkammer, die vorhin ſchon ſo
gezieret iſt, zu beſchenken und noch mehr auszuſchmuͤcken,
unterlaͤſſet der groſſe Freund der Gelehrſamkeit, der Abt,
keinesweges. Dieſe alle anzufuͤhren, geſtattet der enge Raum
dieſer Blaͤtter nicht, noch auch, mit was vor einer Liebe und
Hoͤflichkeit er uns mit ſich von Freyburg in ſein Kloſter
gefuͤhret, uns daſelbſt aufgenommen, und unſere Bemuͤhun⸗
gen unterſtuͤtzet, und uns endlich ſchmerzlich entlaſſen, da
wir ein Verlangen trugen, wiederum zu unſerer vaterlaͤn⸗
diſchen Luft auf dem Schwarzwald zuͤruͤcke zu kehren.
MOEEEEEEEEEE.
Oberriedt.
Wee ſind alſo von hieraus zu dem Kloſter Oberriedt
von unſerer St. Blaſiſchen Verſammlung hinunter
geſtiegen. Conrad Sturn hat die Jahrbuͤcher dieſes
Kloſters zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts be⸗
ſchrieben. Aus denſelben lernen wir, daß es anfaͤnglich von
den Kloſterfrauen aus dem Guͤnthersthal bewohnet ge—
weſen, wie dann auch noch jezo ein beruͤhmtes Kloſter adeli⸗
cher Jungfrauen in Guͤnthersthal ſich beſindet. Hieher
begaben ſich dieſelben, woſelbſt das Kloſter anfangs in einer
graͤulichen Wuͤſte zwiſchen gaͤhen Felſen und Bergen ge—
ſtanden. Weilen aber die zarten Jungfrauen die ſtrenge
Kaͤlte und das Ungemach der Witterung nebſt andern ver⸗
ſchiedenen traurigen Zufaͤllen nicht ertragen konnten, ſo
wurde dieſem Kloſter nachgehends der Name des H. Wil⸗
L L helms
welcher in dem 4ten Band einer gelehrten Ergoͤzlichkeiten S. 301.
aus dem Namen Polyander weiß kein Menſch was fuͤr einen Mann
machet: indem hier auf den Apoſtel Petrus und Joh annes ange⸗
ſpielet wird, daß, gleichwie Petrus, zu dem Grabe Chriſti, welches
unter dem Namen Polpander angezeiget wird, zwar am letzten ge⸗
ſemmen, aber doch an erſten hineingegan en, alſo Petrus Schoif⸗
ſpater zu dem Geheimniß der Kunſt gek n, do
erſten hineingedrungen. unkt gekommen, doch am
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