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360 Feldberg.
der Vorſtadt geblieben. Er wollte wieder einen neuen
Pflanzort aufrichten, und bath ſich zu ſeiner Unterſtuͤzung
von den Ordens⸗Meiſtern einige Bruͤder aus. Dieſes Klo⸗
ſter wurde hierauf in einen etwas freyern Ort, nach Ober⸗
riedt verſetzet, woſelbſten es noch dermalen ſtehet. Im
Jahr 1725. iſt ſolches nebſt andern zweyen Kloͤſtern in
Sion und bey Mengen wegen ihrer Armuth unſerm Or⸗
den und Verſammlung zu St. Blaſien zugeſchlagen worden.
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Feldberg.
E⸗ liegt daſſelbe an der Wurzel des hoͤchſten Berges
in dem Schwarzwald, welcher der Feldberg genennet
wird. Wiewolen andere ihn lieber Vehberg oder Vieh⸗
berg heiſſen wollen von der Viehweyde, welche man auf
demſelben haͤuffig und fett antrift, und die zur Maſtung der
Thiere ungemein tauglich iſt. Es bringet naͤmlich das
bergigte Erdreich, vornehmlich, wo ſich ſolches um den Gipfel
in viele und weite Ebenen ausbreitet, gewiſſe Kraͤuter unter
dem Gras und allerhand heilſame Wurzeln hervor, welche
ſowohl zur Heilung, als zur Maſtung des Viehes ſehr nuͤzlich
ſind. Ja ſie ſind auch fuͤr die Menſchen heilſam, ſo daß
ehemals die Kraͤuterverſtaͤndige von weiten Orten herge⸗
kommen, und dieſen Berg ausgeſuchet.
Gleichwie aber der Zugang auf den hoͤchſten Gipfel
ſehr beſchwerlich iſt, alſo iſt hingegen die Ausſicht zumal
bey heiterm Himmel ungemein angenehm. Man kann hier
allenthalben herumſehen nicht allein uͤber den ganzen weiten
Hercyniſchen und Mareianiſchen Wald, und den Berg Ab⸗
noba, ſondern auch bis an die Gipfel des Juraſſus und
Vogelbergs, die Schweizeriſche Alpen und die darzwiſchen
liegende ebene Landſchaften und weite Felder, in welchen ſich
holde Wieſen, ergiebige Weingaͤrten, fruchtbringende Aecker,
ruͤm⸗
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