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374 Das Kloſter Weſſenbrunn.
ſchaft, und zwar auf Verguͤnſtigung des Hochwuͤrdigen
Herrn Dechants von Umbgelter, ſondern wir bekamen
auch zu unſerm Gebrauch ganze Handſchriften, die wir be⸗
gehrten; abgeſchrieben, und das durch den Fleiß des Herrn
Antoni Khagers, dermaligen Buͤchervorſtehers zu Eych⸗
ſtaͤdt, woſelbſt man ihme auf unſern gethanen Vorſchlag
die Aufſicht uͤber den Buͤchervorrath anvertrauet hat. Hie⸗
von hat er neulich folgendermaſſen an uns geſchrieben. Ich
habe uͤber zweyhundert handſchriftliche Baͤnde
gefunden, welche auch koͤnigliche Buͤcherſaͤle die⸗
ſem Augſpurgiſchen mißgoͤnnen wuͤrden. Aun
erwartet mich der Eychſtaͤdtiſche Buͤcherſchrank,
welcher unter den Deutſchen keiner von den ge⸗
ringſten iſt, doch beſtehet er vornehmlich aus Ver⸗
handlungen vom XIV. und XV. Jahrhundert.
Wir waͤren auch damals zu ſelbiger Domkirche, wie auch
zu der in Freyſingen hingereiſet, woferne uns nicht das
Augſpurgiſche Schickſal abgeſchrecket haͤtte.
Das Kloſter Weſſenbrunn.
Am ſiebenden des Weinmonats haben wir Augſpurg
verlaſſen, und ſind durch das groſſe Feld, welches von
dem Lechfluß einen ſo beruͤhmten Namen hat, durchgereiſet.
Es war noch ganz mit Schnee bedecket, und wir kamen an
eben dieſem Tag in das Kloſter Weſſenbrunn. Es hat
ſolches ſeinen Namen vom Weſſo und denen von ihm ent⸗
deckten Brunnen, welche noch ſehr ergiebig an dreyen nahe
gelegenen Orten in unterirdiſchen Gaͤngen aus der Erde
herfuͤrquellen. Dieſer Weſſo war ein Sohn des Taͤßi⸗
lons II. Herzogs in Bayern, welchen P. Coͤleſtinus
Leutner, ein Geiſtlicher zu Weſſenbrunn, in der Geſchichte
ſeines Kloſters zum Stifter des Ortes wider den Aventinus
machen
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