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Tegernſee. 381
biſchof auf Befehl Zacharias Roͤmiſchen Habſtes,
und mit Einſtimmung des Fuͤrſtens Pipinus die
Graͤnzen der Biſtuͤmer austheilete, und die ehr⸗
wuͤrdigen Maͤnner, den Burchard der Wuͤrzbur⸗
giſchen, den Willibald der Eychſtaͤttiſchen, den
Gaibald der Regenſpurgiſchen, den Johannes der
Salgzburgiſchen, den Erinberr einen Bruder des
heiligen Corbinians und deſſen Nachfolger der
Freyſingiſchan Kirche vorſetzte, und viele Rloͤſter
der Moͤnche und Frauen in Deutſchland durch
ſeinen Rath und Huͤlfe geſtiftet worden; befanden
ſich in der Gegend vom Nordgau zwey Bruͤder,
Albert und Otkar, deren Vaͤter ein Burgunder,
die Mutter eine Bayerin geweſen,⸗ dieſe
waren mit dem vorbeſagtem Pippin des groſſen
Karls Vaͤter nach Blutsfreundſchaft verwandt
und vor andern in Anſehung der Treue und des
KRathes die naͤchſte⸗⸗ und da ſie an zeitlichen
Guͤtern einen Ueberfluß hatten, ſo ſahen ſie auf
ihren Landguͤtern an dem Tegernſee einen beque⸗
men Ort zum goͤttlichen Dienſt, an welchem ſie
eine Kirche zur Ehre unſers Herrn und Heilandes
aufgebauet, Hernach haben ſie den Wald, welcher
den Ort und See umgeben, mit allem Fleiß aus⸗
gerottet, und angefangen ein Bloſter mit Gebaͤu⸗
den zum hinlaͤnglichen Gebrauch der Moͤnche alſo⸗
bald neben beſagter Birche zu gruͤnden.
Hierauf wird die vom Albrecht und Otokar nach
Rom unternommene Reiſe erzaͤhlet, und wie ſie von dannen
den Leib des H. Quirins, eines Blutzeugen, abgeholet,
und in die neue Kirche zu Tegernſee bey derſelben Einweihurg
niedergeleget haben, desgleichen das Moͤnchsleben des Al⸗
brechts und Otkars, davon jener der erſte Abt geweſen.
Beeder Grabmaal, wiewol von einer neuen Arbeit, iſt in
dem Schiff der Kirche zu ſehen, wie auch des ſelgen. Abts
in⸗
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