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Regenſpurg, nebſt denen Kloͤſtern
in Oeſterreich.
WVn dem Buͤcherſaal des Kloſters St. Emeran zu Re⸗
genſpurg iſt ein weit reicherer Schatz der vortref⸗
lichſten Handſchriften vom Achten, noch mehr aber vom
Neunten Jahrhundert. Wir haben hier uͤber neunhundert
handſchriftliche Buͤcher angetroffen, deren Verzeichniß im
Jahr 1748. herausgekommen. Doch bereitet ein umſtaͤnd⸗
licheres mit ſeinen gelehrten Anmerkungen zu P. Froben
Forſter, welcher ſeit vielen Jahren her das Amt eines
Kloſterobern und Buͤchervorſtehers verwaltet. Wir ſtehen
ſeit geraumer Zeit mit ihme in der genaueſten Freundſchaft,
befuͤrchten aber ſehr, er moͤchte dermalen, indeme er in den
Abts⸗ und des H. R. R. Fuͤrſtenſtand erhoben worden, ſo
bald und leicht ſein gethanes Verſprechen nicht erfuͤllen.
Daß aber die Herren zu St. Emeran einen rechten Werth
ihren Sachen und Schaͤtzen zu ſetzen gewußt, auch damals
ſchon, da man hin und wieder bey den Unſrigen ſich nicht
ſo ſehr darum bekuͤmmerte, haben ſie dadurch an den Tag
geleget, indeme ſie die Bedingung ausgeſchlagen, welche
ihnen der Koͤnig Ludwig XIV. in Frankreich angetragen,
nachdeme Mabillon in Deutſchland gereiſet. Denn man
uͤberließ ihnen die Wahl, die damals in Frankreich aus⸗
gegebene ſo herrliche, praͤchtige und weitlaͤufige Werke,
welche ſie wollten, fuͤr ein jegliches handſchriftliches Buch
einzutauſchen.
Nach dem Beyſpiel der St. Emeraner haben auch die
Ordensbruͤder zu Mondſee und Mellen die Verzeichniſſe
ihrer Handſchriften dem Druck uͤbergeben. Und zwar ha⸗
ben ſie es weit ſorgfaͤltiger und genauer gethan durch die
Beyhuͤlfe und den Fleiß P. Martin Gropps, nur daß
er die Anzahl der ungenannten Verfaſſer von Mellen auf
eine wunderſame Weiſe vermehret. Naͤmlich, wo er in den
Bb 3 Hand⸗
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