Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 6519,baa
Gerbert, Martin; Köhler, Johann Ludwig [Übers.]
Des hochwürdigsten Herrn, Herrn Martin Gerberts ... Reisen durch Alemannien, Welschland und Frankreich: welche in den Jahren 1759, 1760, 1761 und 1762 angestellet worden; auch mit zwey Registern der Orte und merkwuerdigsten Sachen vers.
Ulm, 1767
Seite: 391
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Freiburg und der Oberrhein

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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gerbert1767/0415
nebſt denen Kloͤſtern in Oeſterreich. 391

welche von dem Marculphus in den Formeln Landes⸗
Urkunden*) genennet werden. Das vierte Buch betrach⸗
tet derſelben aͤuſſerliche Geſtalt und innerliche Schreibart.
Das fuͤnfte handelt von den Herzogen und Grafen in
Deutſchland der mittlern Zeit durch deſſen fuͤnf groͤſſere
Provinzien. In dieſem Verſtande kann die Stelle des
Luitprands im 2. Buch ſeiner Geſchichte am 7. Kap.
genommen werden. Indeme er unter Conxrad IJ. fuͤnf
maͤchtige Fuͤrſten, naͤmlich Arnolden in Bayern, Bur⸗
charden in Schwaben, Eberharden, einen ſehr maͤchti⸗
gen Grafen in Franken, Giſelberten, Herzogen in Loth⸗
ringen, und endlich Heinrichen in Sachſen nennet. Man
findet viele Merkmaale von dieſem fuͤnffachen Fuͤrſtenthum
in andern Reichs⸗Geſchaͤften, vornehmlich bey den Kaiſer⸗
wahlen, nur daß manchmalen ſtatt Lothringen Burgund
genennet wird. Von der Eintheilung Deutſchlandes wird
in der Beſchreibung des Alemanniſchen Gottesdienſtes ein
mehrers vorkommen. Nun kehren wir in Bayern zuruͤcke,
und zwar in deſſen Hauptſtadt.

E A ·x · x · · a · · · A F E r F Ar F

Muͤnchen.

ir begaben uns mit einer vergeblichen Furcht nach
Muͤnchen, indeme uns in das Gedaͤchtniß kam,
nas dem Mabillon begegnet. Ohnerachtet derſelbe mit
Empfehlungsſchreiben von dem beruͤhmten Biſchofen zu
Meaux verſehen war, und ihn noch uͤberdas der an dem
Vayeriſchen Hof damals anweſende franzoͤſiſche auſſeror⸗
deitliche Geſandte unterſtuͤtzte, ſo wurde er doch, wegen Ab⸗
wéenheit des Churfuͤrſtens, nicht in den churfuͤrſtlichen
Bicherſaal gelaſſen.

Bb 4 Schier
*) Chartæ pagenſes.


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