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Weiſſenau. 379
einer Weingartiſchen Handſchrift an das Licht geſtellet, ſo
haͤtten ſie mit dieſem Buche, in welchem vor dieſen Formeln,
mit eben dieſen Halb⸗Merovingiſchen Buchſtaben das Theo⸗
doſianiſche Geſetzbuch, wo wir uns nicht irren, enthalten iſt,
eine groſſe Anzahl Handſchriften von ohngefehr gefunden.
Die Begierde, ſolche nebſt andern in Ordnung zu bringen,
und zur Einrichtung eines genauen Verzeichniſſes zuzube⸗
reiten, welches der Hochwuͤrdige Abt an das Licht zu ſtellen
geſonnen iſt, hat die nicht kleine Beſchwerlichkeit der Kaͤlte
uͤberwunden.
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Weiſſenau.
Weer reiſeten von dannen ab, und damit wir an dem
. naͤchſt einfallenden Sonntag einen tuͤchtigen Ort zur
Haltung des Gottesdienſtes haben moͤchten, kehrten wir zu
Weiſſenau ein. Hier trafen wir auch einigen Vorrath
von Handſchriften an, deren groͤſter Theil bey dem P. Lud⸗
wig Karl Hugo, des H. Norberts Chorherrn zu Nancy
in Lthringen und in deſſen II. Band ſeiner Norbertini⸗
ſchen Jahrbuͤcher beſchrieben zu leſen. Er wundert ſich,
daß faſt unzaͤhlige und von allen Gattungen der Wiſſenſchaft,
meiſtens auf Pergament geſchriebene Buͤcher ſo vielem Un⸗
gluͤck entronnen, welches die tobende Bauern und die ver⸗
wuͤſtende Schweden in Schwaben angerichtet. Weiſſenau,
welches auch das kleinere heiſſet, wird am erſten vom Bru⸗
ſchius der Einſiedler⸗Sitz genennet. Nachdeme aber her⸗
nach Gebizo von Wiſemburg, ein reicher Soldat, und
Lorcarda, deſſen Schweſter, die Ehefrau Heinrichs, eines
Soldaten aus Aſenhuſen, die Unkoſten herſteureten, ſo
erwuchs ſolches in eine Probſtey, hernach in eine Abtey des
Praͤmonſtratenſer⸗Ordens im Jahr 1145. unter dem Koͤnig
Conrad III. und Pabſt Eugenius III.
Wir
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