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Maulſa. 405
IMP. CAES. G. MESSIVS Q. TRAIAN.
DECEP. (ſo ſtehet es) P. F. AVG. P. M.
TRIB. POT. II. COS. II. P. P.
Zwar treffen die tauſend hundert und zwoͤlf Schritte in
dieſem unſerm Stein des Decius nicht zu, wenn man
Veldidena in dem Reiſebuch des Antonins und auf der
Theodoſiſchen Landcharte, welche insgemein die Peutingeri⸗
ſche heiſſet, betrachtet, allein der Stein iſt unter dieſen Zei⸗
ten des Decius geſetzet worden. Es iſt zu bedauren, daß
der Stein des Severus nicht ganz iſt, der doch naͤher an
das Alter des Antonins hinreichet.
Sehr wahrſcheinlich iſt es, daß Veldidena von dem
Attila, wie die meiſten Staͤdte von Deutſchland, verwuͤſtet
worden, ſo, daß aus deſſen Truͤmmern nach und nach Inn⸗
ſpruck emporgeſtiegen, gleichwie aus Augſt, welches glei⸗
ches Schickſal von dem Attila erfahren, Baſel ſeinen Glanz
an dem Rhein bekommen hat. Die zu Wilthan haben uns
erzaͤhlet, daß man Stuͤcke von Mauren unter der Erde,
wenn man ſolche ein wenig aufgrabet, in dem freyen Felde
hin und wieder entdecke. Wir haben Thraͤnenkruͤge (wie⸗
wolen wir glauben, daß ſolche zu einem andern Gebrauch
beſtimmet geweſen,) Aſchenkruͤge, mit Aſchen und kleinen
Beinlein nebſt Haften und Nadeln ꝛc. angefuͤllet von den
verbrannten Koͤrpern, wie auch Muͤnzen vom Julius
Caͤſar an bis auf den Kaiſer Valens, mit eigenen Augen
daſelbſt geſehen.
XERREEEREREREEEEEREEERE
Maulſa.
Ven hieraus ſtiegen wir uͤber die Berge von Rhaͤtien,
und trafen in dem Dorfe Maulſa einen Marmor
in der Mauer eingemachet an der offentlichen Landſtraſſen an.
Hier ſolle die Hoͤle des Mithra geweſen ſeyn, ſo wie von
Cc 3 dem
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