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4¹⁰ Verona.
Punkte haben ſie an dem beruͤhmten Marcheſe Joh. Jac.
de Dionyſiis einen Gegner, von welchem verſchiedene Ab⸗
handlungen zum Vorſchein gekommen, welche einige in Streit
gezogene Biſchoͤffe, und ein und andere Alterthuͤmer der
Kirche zu Verona anbetreffen. Er hat zu ſchreiben an⸗
gefangen uͤberhaupt von den alten Biſchoͤffen zu
Verona. Er hat uͤberdieſes Luſt, eine Abhandlung von der
Abwechslung und Veraͤnderung der Alterthums⸗
beſchreibung, und dem Urſprung und Schickſale
der Gothiſchen heraus zu geben. Unausgegebene
Handlungen derer erſten heiligen Blutzeugen,
die entweder unterſchoben oder aͤcht ſind, aus
einer faſt tauſendjaͤhrigen Handſchrift des Stifts
zu Verona.
Er iſt demſelben, wie auch dem Buͤcherſaal vorgeſetzt,
welcher ſo gut als irgend einer mit den aͤlteſten Handſchrif⸗
ten aufs reichlichſte verſehen iſt. Dieſelben ſind groſſen
theils mit Fraktur oder Roͤmiſchen Buchſtaben geſchrieben,
darunter ein Pſalter griechiſch und lateiniſch, von
welchem man glaubet, er ſeye zu Anfang des vierten Jahr⸗
hunderts geſchrieben worden.
Joſeph Blanchini, ein Veroneſer, hat aus denen
aͤlteſten Handſchriften zu Verona mit Fraktur⸗Buchſtaben
geſchrieben herausgegeben: Einen zweyfachen Pſalter
nebſt Geſaͤngen nach der gemeinen, griechiſchen
der 70. Aelteſten, und der lateiniſchen Italiſchen
Ueberſetzung. Von der erſten handelt der H. Hiero⸗
nymus in ſeinem Brief an die Sunia und Fretella n. 2.
von der zweyten der H. Auguſtinus im 2. Buch von der
chriſtlichen Lehre im 15. Kap. Vallarſi haͤlt davor, die
Stelle: in ipſis autem interpretationibus Itala caete-
ris praeferatur, unter denen Ueberſetzungen ſelbſt
aber hat die Italiſche vor den uͤbrigen den Vor⸗
zug, ſeye fehlerhaft, und glaubet, man muͤſſe leſen ita
illa,
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