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436 Neapel.
Arbeit geglaͤttet, und mit rother Farbe angeſtrichen, ſo
daß man meynet, dieſe Farbe ſeye allererſt aufgetragen wor⸗
den. Man trift auch mit Farben gemahlte Steine, Stuͤcke
von Kraͤnzen, von Kronen oder Knoͤpfen der Saͤulen, und
von Saͤulen ſelbſten an.
Nacheme man den Schutt ausgeworfen, ſo gehetr
man durch Wege, die mit groſſen Steinen gepflaſtert ſind,
auf beeden Seiten, und damit man frey und ohngehindert
laufen kann, hat man einen Rand angeleget. An ein
und andern Orten ſind auch die Wege mit Schwibboͤgen
bedecket. Hier erblicket man Grundſtuͤcke von Haͤuſern und
zum Theil praͤchtigen Gebaͤuden. Dieſe ſind mit vielen
verdeckten Gaͤngen verſehen, deren Boͤgen und Gewoͤlbe ge—
ſprengelte Saͤulen tragen. Gegenuͤber ſtehen andere kleinere
zu gleichem Endzweck, und den Giebel theilen Nebenpfeiler
ein. Es erſcheinen auch Kammern und Zimmer, annoch
ganze Waͤnde, von welchen man die Mahlereyen auf eine
kuͤnſtliche Art in groſſer Anzahl abgenommen hat. Man
hat auch die Ueberbleibſel von heiligen Haͤuſern oder Tem⸗
peln mit Gewoͤlbern bedecket, nebſt Waͤnden, die mit Saͤulen
beſetzet ſind, und unter dieſen Tafeln aus Marmor und ge⸗
mahlte Göoͤtzenbilder gefunden. In der Mitte ſtehet ein Al—
tar auf einem ſehr weiten Fußgeſtelle von Marmor. Die Fuß⸗
boͤden ſind von mannigfaltiger muſiv oder eingelegter Arbeit
aus vielfaͤrbigem Marmor in ungemein ſchoͤner und kuͤnſt⸗
licher Geſtalt. Nunmehro ſind die Saͤle und Zimmer der
weitlaͤufigen koͤniglichen Pallaͤſte damit angefuͤllet, wohin
man alle Zierrathen des alten Herculanums bringet, und
in geſchickter Ordnung dargeſtellet vorzeiget.
Gleich bey dem Eingang derſelben ſind auf beeden
Seiten Bildſaͤulen zu Pferd aus weiſſem Marmor aufge⸗
richtet. Eine davon iſt noch nicht ganz hergeſtellet, und
deswegen in einem Haͤuslein von Brettern eingeſchloſſen.
Man hat dieſelbe nicht ſehen koͤnnen, wie die andere⸗ ver
welcher
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