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Moyen⸗Moutier, dem Kloſter des
H. Hydulphs.
Dieſe nebſt einem andern bey der Stadt Verduͤn giebt
einer beruͤhmten Verſammlung unſers Ordens des H.
Benedicts den Namen, welche ſich nicht nur durch Lothringen,
ſondern auch durch einige Provinzen von Frankreich erſtrecket.
Auch ſelbſt die durch Frankreich nebſt der von Cluny ausgebrei⸗
tete Gemeinde des H. Maurus erkennet eben dieſer ſo be⸗
ruͤhmten Gemeinde Vater und Stifter, naͤmlich den Ehrwuͤr⸗
digen Vater Deſiderius a Curia vor den ihrigen. Dieſes
bezeuget deſſen Grabſchrift bey demH. Vitonus zu Verduͤn,
wie auch des Philipps Frankois, eines von den vor—
nehmſten Fortpflanzern der Verbeſſerung, eines heiligen und
gelehrten Aſcetens, welches die von ihm herausgegebene auf—
erbauliche Buͤcher ſattſam an den Tag legen. Es ſind
auch noch einige Buͤcher vorhanden, welche der Vater
a Curia mit eigener Hand geſchrieben, unter andern eine
Anweiſung, die hebraͤiſche Sprache zu lernen. Wir ſahen
die Bildniſſe dieſer Maͤnner in dem Kloſter Moyen⸗Mou⸗
tier, und es gereichte uns zu einem beſondern Troſt, daß wir
eben an dem Vorfeſt des H. Hydulphs daſelbſt anlangten.
An dem naͤchſtfolgenden Tag darauf bemuͤheten wir uns, ſo
viel wir konnten, nebſt den andern Ordensbruͤdern in der
heiligen Kleidung die Feyerlichkeit zieren zu helfen. Dieſes
geſchahe unter der Anfuͤhrung des frommen und gottſeligen
Abtes, Hubert Danois, mit welchem wir vieles von
theologiſchen Dingen, die dermalen in Frankreich in Streit
gezogen werden, geſprochen. Er hielte das Hochamt in paͤbſt⸗
licher Kleidung, wir verehrten auch die heilige Ueberreſte
des H. Hydulphs, welche in einem Kaſten von Silber
verwahrlich aufbehalten werden. Alle Kenner ſetzen ſolchen
wenigſtens in das zwoͤlfte Jahrhundert. Auf demſelben
ſind die Thaten dieſes heiligen Biſchofs in getriebener Arbeit
vorgeſtellet.
Kloſter
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