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460⁰ Paris.
O welch ein Geſchrey entſtunde auf dieſe Worte gegen
den Tournely? Einen Menſchen, ſagte man, der den Je⸗
ſuiten verkauft war, einen Wetterhahn, welcher zuletzt auch
die Meinung geaͤndert, da er ſahe, daß ihme ſeine Hof⸗
nung zu einem Bißthum fehlgeſchlagen. Wir waren Wil⸗
lens, bey unſerer Heimreiſe aus Frankreich einige Saͤtze in
unſerer myſtiſchen Gottesgelehrtheit zu aͤndern. Al⸗
lein der Abt des Kloſters Moyen⸗moutier, damaliger
Vorſteher der Verſammlung des H. VDitons und H. Hy⸗
dulps/ Humbert Barrois, welcher die Lehre des heil.
Auguſtins in einigen herausgegebenen Werklein tapfer
verfochten, widerrieth uns dieſes Vorhaben, nebſt einigen
deutſchen und auch welſchen Gottesgelehrten. Wiewolen;
als wir nach der Hand durch Welſchland reiſeten, wir nicht
minder ſtrenge Vertheidiger der Lehre des H. Auguſtins
von der Gnade aller Orten, vornehmlich in Rom ange⸗
troffen; es fehlet auch in Deutſchland an ſolchen nicht, und
ihre Anzahl wird noch mehr zunehmen. Der Hochwuͤrdige
Johannes de Molina, der zum allgemeinen Diener des
H. Franciſcus⸗Ordens in Mantua erwaͤhlet worden, hat
in ſeinem Umlaufſchreiben von Rom aus unterm 4ten des
Weinmonats im Jahr. 1762. ernſtlich und deutlich vorge⸗
ſchrieben, in denen Fragen von der Natur, Gnade und
Vorherbeſtimmung, die Lehre des H. Auguſtins zu
vertheidigen.
Nun muͤſſen wir auch zu den gelehrten Sachen, und
den Pariſer⸗Gelehrten zuruͤcke kehren, vornehmlich zu unfern
grundgelehrten Ordensbruͤdern aus der Verſammlung des
H. Maurus, dieſer vorderſten Zierde und Stuͤtze einer
gruͤndlichern Gelehrſamkeit. Die fluͤchtige Gemuͤthsart
der Franzoſen hat ſchon faſt einen Eckel an derſelbigen, als
welche mehr von einem zaͤrtlichen als gruͤndlichen Geſchmack
in der Auswahl und Uebung der guten Kuͤnſte ſind, wie
ſolches die verſtaͤndige unter ihnen ſelbſt eingeſtehen. Die⸗
jenige, welche ihre Bemuͤhungen auf ernſthaftere Dinge
richten,
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