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462 Paris.
ſetzen. Niemand kann dieſes wuͤrdig leiſten, als derjenige,
welcher gleiche Arbeit mit dem Herrn Verfaſſer uͤbernimmt.
Raͤmlich er muß alle und jede Urkunden ſylbenweis durch⸗
leſen, damit die Aufloͤſungen geſchickt und aͤcht heraus⸗
kommen, und dabey den Nachdruck und die Eigenthuͤmlich⸗
keit der Worte beybehalten.
Der arbeitſame Ceillier war nicht in Abrede, daß
ihm ſolches ſehr leicht ankommen wuͤrde, wie es am Tage
liegt, wann er die Aufloͤſungen Wort fuͤr Wort haͤtte latei⸗
niſch geben doͤrfen. Alsdann waͤre es auch leicht geweſen,
eine franzoͤſiſche Auslegung fuͤr ſeine in der lateiniſchen
Sprache unerfahrne Landesleute zu machen. Dann wir
Auslaͤnder leſen allezeit lateiniſche Sachen weit klaͤrer in
lateiniſcher Sprache, als wenn ſie mit franzoͤſiſchen Umſchrei⸗
bungen verdunkelt ſind. Eben dieſes greifet Platz in allen
denjenigen Schriften von Sachen, mit welchen nur allein
die Gelehrten umgehen, deren Begriffe und eigentllche Be⸗
deutungen der Worte ſchon laͤngſt das lateiniſche Buͤrgerrecht
erlanget. Manchmalen entſtehen nothwendige Urſachen,
ſich eines andern Geſetzes zu bedienen.
Zu einem Beyſpiel kann die neue Abhandlung von ur⸗
kundlichen Sachen dienen, welche franzoͤſiſch wider einige
Franzoſen, die da allen Glauben des Alterthums anfechten,
nach dem lateiniſchen Werke des P. Mabillons auszu⸗
arbeiten uͤbernommen zween unzertrennliche Gefehrten der
gelehrten Bemuͤhungen aus der Gemeinde des H. Maurus,
naͤmlich P. TCouſtain und P. Caßin. Dieſe beede Maͤn⸗
ner haben auch angefangen, eine neue Ausgabe der Werke
des H. Theodorus, aus dem Kloſter⸗Studium in Conſtan⸗
tinopel, zu veranſtalten. Die unermaͤßliche Arbeit aber,
welche ſie in dem neuen urkundlichen Werke uͤber ſich ge⸗
laden, und der fruͤhzeitige Tod des P. Touſtain ſind Schuld,
daß Theodorus das Licht noch nicht erblicket. Auch der
zweyte Band des urkundlichen Werkes war nicht vollkomen
fertig,
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