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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gute_bote_1908/0021
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Auguſt hat 31 Cage.

Schreibkalender.

An Gottes Segen iſt Alles gelegen.

Landwirtſchaftlicher Kalender.

Im Auguſt fängt man an, Winterkohl, Löffelkraut,
Winterkraut, Spinat, Körbelkraut, Winterſalat (Hetſch⸗
ſalat) und Kohlpflanzen, die man im Frühjahr verſetzt,
zu ſäen; man verſetzt Blumenkohl und alles, was im
vorigen Monat geſäet worden, an warme Plätze. Die
Endivien verſetze man einen Schuh weit voneinander
und binde ſie auf je nach der Größe. Man verſetzt den
Wirſing für den Januar und ſammelt Kukümmerchen
oder Gurken zum Einmachen. Zu Ende des Monats
ernte man die Zwiebeln ein. Flachs und Hanf, wenn
ſie reif ſind, werden vollends ausgerauft, der Flachs⸗
ſamen wird abgerieſelt und in den Hülſen aufbewahrt;
den Flachs ſelbſt läßt man gut abtrocknen. Der Samen⸗
klee wird eingebracht, auch das zweite Kleehen gemacht
und die Winterrübenſaat angebaut.

Bauernregeln. 1

Was der Auguſt nicht kocht, Das kann der September
nicht braten (an den Trauben). — Bringet der Nord⸗
wind den Regen herauf, Wiſſen die Engel nicht, wann
er hört auf. — Tau im Auguſt Iſt des Landmanns
Luſt. — Wenn die Spinn' ihr Netz zerreißt, Kommt
ſchlecht Wetter allermeiſt. — Iſt's in den erſten Wochen
heiß, So bleibt der Winter lang weiß. — Iſt Lau⸗
rentius (10) heiter, Dann geht es ſo weiter.

Hundertjähriger Kalender.
Vom 1. bis 8. warm und angenehm, am 13. und 14.
Regen, vom 15. bis 18. ſchön, vom 21. bis 26. Regen,
alsdann wieder ſchön.

leid, daß ihr das Glück nicht habt, ein Chriſt zu ſein!“
Der junge Mann ging fort, aber die Träne ging mit
ihm, ging ihm nach, blieb ihm vor Augen. Er kaufte
ſich ein neues Teſtament, er las, er forſchte. Er bekehrte
ſich zu Chriſto und ließ ſich taufen. Er ging nach Halle
und ſtudierte Medizin. Und wenn er nun, der ſelige
Immanuel Frommann — dieſen Namen nahm er in
der hl. Taufe an — nebenbei gegen zwanzig Schriften
ſchrieb, um die Kinder Israel zum Chriſtentum zu
führen, Schriften, welche in Europa, Aſien und Afrika
weit verbreitet wurden, ſo hat ja eines Schneiders
Träne fürwahr ein heilig Werk getan!
Welch eine feine, zarte, von Liebe Gottes unendlich
lieblich gemachte Seele in dieſem Schneider war und
aus dieſer Träne ſprach! Groß oder klein, — mein
Schneider, den ich meine, hat keinen großen Namen;
aber, wie ſeine Träne auf Erden leuchtete, ſo leuchtet
ſein Name im Himmel. Und das iſt genug.

Trinkgelder an Fürſtlichkeiten.
Erzherzog Joſeph von Hſterreich pflegte mit großem
Stolz von einem Trinkgeld zu erzählen, das er einmal
erhalten hat. Seine Kaiſerliche Hoheit luſtwandelte im


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