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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gute_bote_1908/0034
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Nach der Arbeit ist gut ruhn.

Bo lang es Tag ist, wir ke!
2 O selig ist der Mann,
Der noch mit kräft'’gen Armen

Bein Tagwerk leisten kann!

Der mit gesunden Zinnen
Frisch auf vom Lager steht
Und daunn in Gottes Namen
Frisch an die Arbeit geht,

Dem keine Last noch Plage
Den Tageslauf verdrießt,
Der jede neue Mühe-
Mit nenuem Mut begrüßt,

Der unentwegt, im Glauben
Still ausftreut seine Saat
Und keinen drum beneidet,
Der es bequemer hat,

Der immer gleich gestimmet,
Ob Sturm, ob Sonnenschein,
Es als ein Glück empfindet,
Buletzt recht müd' zu sein!

Buletzt neigt sich zum Abend
Der heiße Arbeitstag.
Wie lieblich tönt dem Müden
Der Feierstunde Schlag!

Wie ruht sich's da so traulich
Am TFleckchen vor dem Haus!
Wie schant das Auge träumend
Jus stille LCand hinaus!

So lang es Tag ist, wirke!
selig ist der Manu,
Dem es von Gott beschieden,
Daß er was wirken kann!

Dem, wenn am letzten Abeund
Des Lebens Sonne sinkt,
Nach kurzem Schlaf, dort drüben
Ein neues Wirken winkt!


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