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4 d 4 Se⸗ — D
4 = 22222

Brachmonat hat 30 Cage.

Schreibkalender.

Rein im Hauſe, rein am Leibe,

Iſt ein goldner Schmuck dem Weibe.

Candwirtſchaftlicher Kalender.

Im Brachmonat ſteckt man Bohnen, ſät
große Rüben, Winterrettiche, Salat, Endivien
und Spinat. Man verſetzt Kohl, Blaukohl,
Selleri, Salat, Endivien u. ſ. w.; Zwiebeln
werden ausgenommen, wenn ihre Stengel ver⸗
trocknen, und an luftigen Orten bewahrt. Man

ſät Lattich für den Herbſt, Blumenkohl und Bro⸗

koli für den Winter, auch Erbſen in ein feuchtes
Land. Die Melonen ſetzt man unter Glocken.
Klee aller Art mähe, wenn die Blüten ſich zu
zeigen anfangen; früh gemäht, wächſt er beſſer
nach und iſt dem Vieh angenehmer und ge⸗
deihlicher. Die Heuernte beginne wo möglich
bevor das Gras abgeblüht hat. Vertilge die
Raupen. Man okuliert das Steinobſt des Abends
an trüben Tagen.

Bauernregeln.

Nordwind im Juni weht Korn in's Land. —
Juni trocken mehr als naß Füllt mit gutem Wein
das Faß. — Wenn kalt und naß der Juni war,
Verdirbt er meiſt das ganze Jahr. — Sankt
Medard (8) kein'n Regen trag', Es regnet ſonſt
wohl vierzehn Tag, Und länger noch, wer's
glauben mag. — Sankt Medard bringt keinen
Froſt mehr her, Der dem Weinſtock gefährlich
wär'. — Wenn es regnet um Barnabas (11),
Rieſ't (fällt ab) die Traube bis in's Faß. —
Sankt Vit (15) bringt den Regen mit.

Hundertjähriger Kalender.
Das erſte Viertel bringt Wärme. Der Vollmond
verſpricht ſchöne Witterung. Das letzte Viertel
erregt unfreundliche Winde. Der Neumond erzeugt
Regenwetter. .

das Schaf leugnete, berief ſich der Hund auf
Zeugen, die mußte man zulaſſen. Der erſte
Zeuge war der Wolf, der ſprach: Ich weiß,
daß der Hund dem Schaf Brot geliehen hat;
die Weihe ſprach: Ich bin dabei geweſen;
der Geier ſprach zum Schaf: Wie darfſt du
das ſo unverſchämt leugnen? Alſo verlor
das Schaf ſeine Sache, und mußte mit Schaden
zur unebenen Zeit ſeine Wolle angreifen,
damit es das Brot bezahlte, das es nicht
ſchuldig geweſen war. — Hüte dich vor böſen
Nachbarn, oder ſchicke dich auf Geduld, willſt
du bei den Leuten wohnen. Denn es gönnet
niemand dem andern etwas gut's: das iſt der
Welt Lauf.


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