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Abietineen.

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Abbildung äusserst klein ist. ünger vergleicht die P. Hampeana mit der jetzt an sandigen Küsten Nordamerikas lebenden
Pinus variabilis Lamb.

12. Pinus hepios. Taf. XXL Fig. 7.

P. foliis geminis, praelongis tenuibus, canaliculatis, vagina elongata, seminum parvorum ala aci-
naeiformi.

Pinites hepios Ung. iconograph. S. 25. Taf. 13. fig. 6—9.

In Eriz sehr selten (Z. U. S.), Railigen (B. M.), Monod ob Bivaz (Dr. de la Harpe) und in Oeningen
ein Exemplar (Fig. 7 c) in der Insektenschicht des untern Bruches (Z. U. S.).

Die Nadelpaare sind am Grunde in langer Scheide verbunden; es sind die Nadeln über 36 Linien lang, bei einer.
Breite von Vs Linie. Sie sind steif und ziemlich stark aus einander laufend. Eine Mittelrippe ist nicht vorhanden, wodurch
sie sich vornämlich von denen der vorigen Art unterscheiden; sie sind rinnenförmig, d. h. würden im Durchschnitt
fast einen Halbkreis darstellen. Das Nadelpaar von Railigen (Fig. 7. a.) stimmt ganz überein mit dem von Eriz (Fig. 7. b.).
Hieher rechne aber auch ein schönes, vollständiges Nadelpaar, welches ich in Aix erhielt (Fig. 7. e). Bei diesem sieht
man mit der Loupe 7—8 Längsstreifen (Fig. 7. f. vergrössert), während bei den Nadeln von Oeningen nur 5 Streifen
zu sehen sind (Fig. 7. d).

Hieher zieht Unger einen (auf Fig. 7. g. wiedergegebenen) Samen, welcher durch seine hakenförmige Krümmung
sich auszeichnet.

Pinus mitis-Mich., ein vorzüglich am Litorale Nordamerikas lebender, 50 — 60 Fuss hoher Baum, ist als Repräsentant
dieser Art in der Jetztwelt zu betrachten.

13. Pinus brevifolia A. Br. Taf. XXI. Fig. 8.

P. foliis geminis, 7V2 Lin. longis, incurvis, vagina hrevissima.
Oeningen, im Kesselstein.

Es ist nur ein Nadelpaar bekannt, welches Dr. Bruckmann entdeckt hat. Die Nadeln sind sehr kurz und am
Grunde nur eine kleine Strecke weit verbunden; sie sind eigenthümlich gebogen. Sehr ähnlich dem P. furcatus Ung.
iconogr. Taf. 14. fig. 14. f. g. Allein nach Prof. Braun (dem ich die Kenntniss dieser Art verdanke) 'sind beim P. furcatus
die Nadeln viel steifer und auch länger.

Aus den Nadeln dieses Baumes hat wahrscheinlich die Psyche Pinieila m. (cf. Insektenfauna der Tertiärgebilde IL
S. 184) ihren Sack gefertigt; die Nadeln sind nämlich von derselben Länge, wie bei unserer Art

14. Pinus Langiana m. Taf XXI. Fig. 9.

P. foliis geminis, 7 Lin. longis angustissimis, strictis, vagina brevissima.
Oeningen, Insektenschicht des untern Bruches (Z. U. S).

Eine nähere Betrachtung des auf Fig. 9 (Fig. 9 a. in natürlicher Grösse, 9 b., eine Nadel, vergrössert) dargestellten
Stückes zeigt, dass es aus einem dünnen Aestchen mit einem Nadelpaar besteht, und nicht aus drei Nadeln. Die
beiden Nadeln hängen nur am Grunde zusammen, sind ganz steif und gerade, sehr dünn und von zwei Längsstreifen
durchzogen. Das Aestchen ist etwas länger als die beiden Nadeln.

B. Foliis ternis.

15. Pinus Goethana.

P. foliis ternis, tenuissimis ultra pollicem dimidiam longis, subarcuatis, vaginis brevissimis, seminum
parvorum ala angusta, elongata, obtusa, marginibus parallelis.

Pinites Goethanus Ung. iconogr. S. 24. Taf. 12. fig. 18—22.
Pinus Goethana A. Braun in Stizenberg. Verzeichniss S. 74.

Oeningen (Dr. Br.).

Eine für unsere Flora noch sehr zweifelhafte Art, von der ich die Ungersche Diagnose hier gegeben habe. Ich habe
sie nicht gesehen. Prof. A. Braun zieht aber zu dieser Art von Parschlug ein Unicum der Bruckmannischen Sammlung,
Er bemerkt dazu, dass es von der Ungerschen Diagnose durch steife, nicht so sehr feine und, wie es scheine, über Zoll

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