http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/hug1796a/0053
Dritter Abſehnitt.
Von der Zeit.
. 1. L
Das Seyn eines Dinges erkennet der Menſch
urſpruͤnglich dadurch, daß es ſeine Sinne affizirt,
oder wie wir auch ſagen, daß es auf ihn wirket.
Ein exiſtirendes iſt daher auch ein wirkliches.
Wir legen einem wirklichen ein Seyn bey unſern
Sinnen, ein Seyn da wo wir ſind, oder ein
Daſeyn bey. Nachher werden wir auch von
einem Seyn der Dinge, die auf uns ſelber nicht
gewirket haben, durch die Wahrnehmungen an⸗
derer Menſchen unterrichtet, und nennen, was
auf andere Menſchen wirket, auch mit Fuge ein
wirkliches, eignen ihm ein Seyn bey andern,
ein Seyn in der Vielheit der Dinge, oder Da⸗
ſeyn im weitern Verſtande zu. In der Voraus⸗
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