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Offenbar gehen dieſe Axiomen: Die Zeit hat
nur eine Dimenſion; verſchiedene Zeiten ſind nicht
zugleich, ſondern nacheinander u. ſ. w. nur ein
inneres Maaß an, Dieſes aber, als ſelbſtgemachte
Anſchauung, iſt uns nicht nur voͤllig bekannt, umn
angeben zu koͤnnen, wie Behauptungen davon be⸗
ſchaffen ſeyn ſollen, ſondern kann die Unrichtig⸗
keit entgegengeſetzter in der Anſchauung darthun,
dieſe Behauptungen ſind auch ſo allgemein als
die geometriſchen, und gelten, ſo oft der Begriff
in der Anſchauung oder Conſtruktion gezeigt wird.
K. 24.
Weil das allgemeine Zeitmaaß beliebig in der
Anſchauung gegeben werden kann, und ſeine Groͤße
keine Schranken als unſere Willkuͤhr hat, ſo iſt
es ſelbſt unendlich, und alle einzelne Zeiten ſind
Einſchraͤnkungen der algemeinen Zeitvorſtellung.
Vergl. I. c. n. 5§.
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