Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., L 547
Hug, Johann L.
Einleitung in die Bücher des neuen Testaments: 1. Heft
Basel
Seite: 41
(PDF, 40 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

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( 41)

gab ihm daher ſeinen Innhalt angemeſſener auf die Idee
des Evangeliſten durch eigene Wahl im Ausdrucke: Er
ſtreitet nicht, und erhebet kein Geſchrey, noch er—
ſchallet ſeine Stimme auf den Straßen, ie
&S ννιWü„m »wHüöag s aονα Ti ee ren Xατροαα T,
Oœu a τε. Darinn war nun der ſtille geraͤuſchloſe
Charakter und die Beſcheidenheit des großen Lehrers
ſichtbarlich abgebildet. Matth. XII. 19.
Pflſalm LXXVIII. 2. War ihm das ροαα½
7oορ+ μιnν ν aο νIOα6ς voͤllig brauchbar; aber fuͤr
Lehrvortraͤge, die das meßianiſche Reich und ſeine Be⸗
gruͤndung, auf welche Matthaͤus hauptſaͤchlich mit dem
alten Teſtament hin arbeitete, in ſich enthielten, waren
die Worte nicht ſigniſikant genug. Die Entwuͤrfe zur
meßianiſchen Begluͤckung waren naͤmlich bey den Juden
hohe Geheimniſſe der Gottheit von Ewigkeit her,
7oos νvdͤN αρι το αι ττιρποος τουnm I. Pet. I. 20.
Epheſ. I. 4. Hebr. IX. 26. Das an aoνεα war hiezu
zu matt, und das Wort Ryz enthielt eine lebhaftere
Vorſtellung in ſich; er verſchafte nun der Stelle durch den
ausgeſuchtern Ausdruck mehr Schwung und Wuͤrde: eo
tat xιÜοςεια αNιο τατο πιοMααοοNρνα. Mth. XIII. 35.
Die Ueberſetzung Jeſaja LIII. 4. von den Worten
n und 282 durch α εαοια Und vooog, Matth. VIII. 17.
iſt ganz gewiß ſo auf den Zweck des Verfaſſers uͤber—
legt, daß der hebraͤiſche Ausdruck weit uͤbertroffen
wurde in Hinſicht auf das Vorhaben des Evangeliſten.
Die Worte Matth. XXVII. 9, 10 ſind ohne Be⸗
denken aus Zacharia genommen; aber ſie find ein Ge⸗
daͤchtnißzitat, wovon Jeremia als Quelle angegeben


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