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wird. Es iſt eben ſo unwahrſcheinlich, daß Matthaͤus,
um zu erweiſen, Jeſus ſey Meßias, wozu eine ſtrenge
dogmatiſche Probe erfordert wurde, ſich auf Apokryphen
berufen habe, gegen die man eine Ausnahme machen,
und die ſeinem Beginnen das unverduͤchtige Anſehen nicht
geben konnten, welches zur Ueberzeugung nöothig war,
als es unrichtig und allen Erforſchungen uͤber den Kanon
entgegen iſt, daß von den Tagen des Matthaͤus her ſich
ein Stuͤck aus dem alten Teſtament verloren habe.
Die Saͤtze finden ſich in Zacharia und ſelbſt auch der
Ausdruck, wenn ſchon der Evangeliſte, was dem Gedaͤcht⸗
nißcitate eigen iſt, die Worte nicht in der naͤmlichen
Reihe und Stellung vortraͤgt. Zach. XI. 13. 14. απω
025 dvhvy, „at α v rα roαιιιν ⁸ρνοια.
Hier haben wir fuͤrs erſte den naͤmlichen Satz und die
Summe; ſodann auch die Worte 1 rα †& Trτ αα²¾
v, o MWααρσαοο, royn PW Pn: das
dedyn wird durch ο τ—☛ος ορμο οιααππ⁵ erſetzt, weil
9 . wofuͤr er 12 geleſen, folgt. Selbſt auch der
Toͤpfer ſindet ſich im Originale: α ιαο ι 1ο α 0ο*
18 ραν, e enn de een; Axv iſt im ge⸗
woͤhnlichen Sprachgebrauch ein Toͤpfer, wie es der wöoͤrtliche
Aquilas durch Hν ausgedruͤckt hat. Schließlich iſt
auch noch der Acker vorhanden; naͤmlich hat in
der Sprache des Eſra und im chaldaiſtrendhebraͤiſchen
dieſe Bedeutung. Nun haben wir alle Ideen, welche
die Stelle invidualiſiren und ſelbſt auch die einzelnen
Saͤtze und ſaͤmmtliche Worte, die ſie bey Matthaͤus be⸗
greift. Die griechiſche Ausfuͤhrung derſelben, ſo ganz
nach dem Zwecke und den Gedanken des Evangeliſten iſt,
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