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§. 30.
Lukas faͤngt ſein Evangelium nicht nach aͤcht jdt⸗
ſchem Stile von der Erzehlung ſelbſt an, ſondern eroͤff⸗
net ſein Buch nach dem damaligen Geſchmacke der Grie⸗
chen und Roͤmer mit einem Prologe „in welchem er uns
mit ſeinen Abſichten und Beweggruͤnden und mit fruͤhen
vorhandenen Schriften uͤber ſeinen Vorwurf bekannt
macht.
Er iſt in eine viergliedrige Periode eingekleidet, wo⸗
von der zweyte Satz nicht als zum dritten herabgehoͤrig
betrachtet werden darf. ed αοαιοα iſt, wie es die
griechiſchen Grammatiker nennen, eine Apodoſis, welche
ihrer Natur nach einen neuen Satz beginnet, und nur
nach voͤllig geſchloſſener Protaſis Platz hat. Die Glieder
von dieſer ſind deßwegen von jener getrennt, und jede
iſt in einen eigenen Umfang angewieſen. Mit 0οααν06
faͤngt er von ſich ſelbſt zu ſprechen an, und was vor⸗
ausgehet, iſt als zu ſeiner Perſon nicht gehoͤrig durch
ihn ſelbſt abgeſondert worden. Wuͤrde das α αα—
Jocν zu e0ν απα½ο Und zu ſeiner Perſon gehoͤren, ſo
muͤßte es auch, wenn die Konſtruktion recht und gram⸗
matiſch richtig ſeyn ſollte, darunter eingetheilt, und die
Reihe der Saͤtze folgende ſeyn: edας αο ααο.
ouhunori avαααο ου.υᷣh ac ραοüt, αοισ 2 aaραοοααv
u α α ααπς αντ τ αρ αα νοαα.
Das αυαο 7ταρραοναν gehet alſo die Perſon des
Lukas nichts an; wer ſagt auch: ſicut tradiderunt
nobis, viſum eſt mihi? Das zweyte zeigt ſchon, daß
das
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