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und ſpricht von Jeruſalem nur dann auch noch ein
Wort, wann Paulus dahin koͤmmt. Seine Erzehlung
begleitet ihn endlich ſelbſt nach Rom, macht uns mit
ſeiner Reiſe dahin, ihren Gefahren und Umſtaͤnden be⸗
kannt; aber als Paulus da erſcheint, bricht er ſchnelle
ab und ſagt uns nur noch „daß er zwey volle Jahre.
hier im n Kerker ſaß.
Von einem Theile der Thatſachen war der Verfaſſer
ſelbſt Augenzeuge und mithandelnde Perſon. Als er
Apg. XVI. 10. den Aufenthalt von Paulus zu Troas
erzehlt, ſchließt er ſo fortan auch ſich mit ein, und
ſpricht in vielfacher Zahl gemeindſchaftlicher Perſon:
Wir ſuchten, wir giengen u. ſ. w. SWαναι½εα0οοαι
Der Zug war nach Mazedonien gerichtet; zu Philippi
bhoͤrt er auf, ſich ſo auszudruͤcken, und deutet uns ſeine
Gegenwart nimmermehr an bis Apg. XX. 5. Nach
einer weitſchichtigen Reiſe des Apoſtels geſellt er ſich da,
wieder zu Troas, zu ihm, und iſt ſein Gefaͤhrte nach
Jeruſalem, wo Paulus ergriffen wurde, gieng dann
mit dem Gefangenen nach Rom, und wich, nachdem
ihn alles verlaßen hatte, nicht von ſeiner Seite.
. In dieſen letzten Jahren, die er an Paulus ange⸗
ſchloſſen war, von Apg. XX. §. iſt er ſehr ausfuͤhr⸗
lich, und ſie nehmen beynahe ſo vielen Raum in ſeiner
Geſchichte ein als die vorhergehende ganze Erzehlung
die doch einen ungleich groͤßern Zeitabſchnitt begreift.
Wir ſehen daraus „ daß es unſer. Vortheil gar nicht
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