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Z weyter Abs c henitt.
Die Demeter der Hellenen ist nach vielen ungezweifelten Aussagen die ägypti-
sche Isis; oder Isis ist zur Demeter unter den Griechen geworden. ¹) Wie ihre
Verehrung von den Ufern des Niles herübergekommen ist, wollen wir von
dem Geschichtschreiber selbst vernehmen, der ein Eingeweihter war. Ueber
die Feyer der Demeter, welche die Hellenen Thesmophorien nennen, sey
meine Rede vorsichtig, damit ich nur soviel davon spreche, als es die Heilig-
keit der Sache erlaubt. Es waren die Töchter des Danaos, welche diese Feyer
aus Aegypten herüber brachten, und darinn die pelasgischen Weiber unterrich-
teten. Als hierauf der ganze Pelopones vor den Doriern auswanderte, verlor
sich diese Verehrung: einzig die zurückgebliebenen Peloponeser „ und die Arka-
der, die nicht ausgewandert sind, haben sie erhalten. 2)
Damals scheint der ägyptische Mythos bey weitem nicht so reich gewesen
zu seyn, als einige Menschenalter nachher, wo Kadmos seine Geleitschaft ans
hellenische Ufer aussetzte, und die Verehrung des Dionysos mit mehrern an-
¹) Herodot. L. II. c. 59. 1cα de sor: karæ Tiy ENanvuᷣv vaοαα Anuurie et c. 156. sα⁹τι Aτονπαα
ev Neoe· anunzne ò lo, Apollodor. L. II. c. 2. ·n. 3. ncvre 3e layaa Anpkrgας e eet
Ise Aντ.ο. Leon, apud Clem. alex. L. I. Strom. c. 21. p. 382. Venet. Asav de, ra
zsg rααν αα Asν†νντι1το Jeα xeæyuæreucatt, vm Icer vᷣο A Anlnrgæ ααταςι— s. Diodor. Sicul.
L. V. c. 69. p. 385. Asvrrο αια Yae Aeyoocs viv rs Askenrgay „ re Ien rin auriv ewe. et L. I.
c. 69. Pp. 107. r à r Icado (TeXααα 1 1 Auunrgos oucisrærm αiνιaν, T/οαν ovourav ovον ev α πα
gf. L. I. c. 13. p. 17. Steph. Byzant. V. povcigte. — Icu serτ ατα rν ee EX απαι Mοαοααααο
anunrie Auf Münzen von Sicilien sieht man das Haupt der Demeter, und auf der
Kehrseite den Kopfschmuck der Isis. Combe, numor. vet. pop. et urb. qui in
museo Hunteri asservantur, descriptio. Tab. 54. num, XXII.
2) Herodot. L. II. c. 171.
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