Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 3612,a
Hug, Johann L.
Untersuchungen über den Mythos der berühmtern Völker der alten Welt vorzüglich der Griechen: dessen Entstehen, Veränderungen und Innhalt
Freiburg im Breisgau, 1812
Seite: 129
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Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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ist nämlich der letzte, der da herrschte; den Typhon überwand, und dadurch
die oberste Gewalt errang. ¹2) Dasselbe sagt die Fabel auch auf eine andere
Weise: Pan habe ihn in seinen Netzen geſangen; 2) oder, was eines ist, im
Zeichen des Pan, in der Sonnewende des Steinbockes, sey seine Macht zu
Ende.
Bruce ſand ein hieroglyphisches Denkmal zu Axum, dergleichen noch meh-
rere vorhanden sind: 3) es bildet den Typhon und Arpokrates ab im Gegen-
satze mit einander. Ueber dem Haupte des jungen Gottes, den seine einzige
Locke am rechten Ohre kenntlich macht, schwebt der Kopf des Typhon mit
ſſeischigem vollwangigem Angesichte, einem Barte und europäischen Gesichts-
zügen, die auf anderen Denkmälern sich noch merkbarer ausnehmen. Mit die-
ser Aeuſserlichkeit kömmt er öfter vor, und wenn er in ganzer Bildung sichtbar
ist, als eine diekleibige plumpe Männergestalt, um den Nordbewohner in aufſ-
fallender Entgegensetzung mit dem dürren Aegyptier zu zeigen. 4) Typhon
und Arpokrat in ein Bild vereint, der eine oben, der andere unten: was
könnte das bedeuten? Auf ihre Geschichte hat. es keinen Bezug; denn sonst
müſste Typhon unten, Arpohrat oben, der Sieger in der Höhe, der Besiegte in
der Tieſe seyn. Sie sind also in einer andern Rücksicht einander gegenüber ge-
stellt, in welcher der junge Horos in der Tiefe ist, was bey ihm als Genius
des Solstitiums im Winter zutrifft, wo hernach Typhon nur die entgegengesetzte
Erscheinung andeuten könnte. Diese hätte nun in ägyptischer Sprache Sonnen-
wende, denn Typhon ist das Umwenden; jene aher Sonnenstillstand geheiſsen,
denn Arpokrates ist nach seinem Namen Genius des Stillstandes: so wie sie das
Anquinoctium des Frühjahres Tagesgleichung; das herbstliche N achtgleichung

nannten.

. 4

2) Herodot. L. II. c. 144.
2) Schol. in Sophocl. Ajac. 694.
3) Travels to discover fhe Source of the Nile. vol. 1. p. 417. Tab. I. ed. orig. Vergl.
Montfauc. Antiquit. 1. II. P., II. pl. 167. P. 370. Gorii „ Inscriptiones antiquae ĩ in
Etruriae urbib. extantes. P. I. Tab. XxvVII. n. II. .
4) So sehen wir ihn in einem Umzuge des Osiris zu Hermont hninter dem Gotte
einhergehen. Denon, Wyaεtdans-. basse et Haute Egypte. pl. 121. m. 5. Tm nämr
iché Pempel stehet er also mebßen Wwey Sehvwreinen, die erlegt werden. pl, 126. m.

„: Grch BI. 96. A. 26. 3. wo słeine 1 1 mielit bax kst anr Bchaun geatellt . istt
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