Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 3612,a
Hug, Johann L.
Untersuchungen über den Mythos der berühmtern Völker der alten Welt vorzüglich der Griechen: dessen Entstehen, Veränderungen und Innhalt
Freiburg im Breisgau, 1812
Seite: 130
(PDF, 63 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

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Dem ſeindlichen Geiste, der im Sommersolstitium würket, ist die Eigenschaft
vollkommen angemessen, die sie ihm fürder zutheilen: nämlich das Heiſse,
Feurige und Austrocknende, was alle Feuchtigkeit verzehret. ¹) Die grimmige
Sonnenhitze, welche während dieser Zeit auf Aegypten liegt, verbreitet überall
den schauerlichen Anblick der Verwüstung und Oedheit. Wegen seiner Gabe
auszutrocknen und zu versengen bildeten sie den Typhon roth und feuerfarbig
ab, 2²) und benannten ihn von der rothen Farbe, welche der Esel in Asien und
Aegypten hat, den eselfarben; bestimmten auch dieses Thier, mit dem sie al-
lerley Dinge an ſestlichen Zeiten dem Typhon zur Schmach vornahmen, zu sei-
nem Symbole, und behaupteten, wie dem Jahresgotte die Ochsengestalt zuer-
kannt wurde, daſs ihm der Esel anverwandt, und durchaus sehr ähnlich sey. 3)
Er war nun freylich ein Wesen, was nirgend ein Ziel und Mafs kennet: wohn-
haft in der höchsten nördlichen Höhe, wo die gröſste Kälte ist, versenget er
auf der andern Seite mit unausstehlicher Hitze die Köpfe der Aegyptier und alle
Naturerzeugnisse des Landes. Wir sind früher auf einen Fall gestoſsen, wo die
Griechen dem Typhon den Namen Ares, Mars, beylegten, und da die Aegyptier
in ihrer Fabel keinen eigenen Kriegsgott gehabt zu haben scheinen, schlossen
wir daraus, es möchte sich jedesmal so verhalten, so oft in griechischen Schrif-
ten von einem ägyptischen Mars die Rede ist. Die Aegyptier sollen dem Mars
den Namen Ertési, nach dem Zeugnisse des Kedrenos, gegeben haben. Der
Ausdruck ist der ägyptischen Sprache nicht fremd, aber bezeichnet geradezu
eine Eigenschaft des Typhon: Ertéôsi heißst, Urheber der Dürre, der Aus-
trocknung. 4)

1¹) Plut. Is. Os. c. 33. p. 147. Tiανα s (aιαοοα) zas vο .„νααιααε .α rverdes &ν αbντραιοα αςα
zπιπιοιν 7⅞ν νHνd⅞o7α.
2) Ibid. 3ο α νορεοναρα ρo+αςh wrerer c. 22. p. 4i wrn - rvov /de
Tρνα T„ν z “ rbeee .
3) Plutarch. Is. Os. c. 30. p. 142. Conviv. pien Sap. c. 5. p. 4. T. vnn. oPP. ae⸗
lLlian. de nat, animal. I. X. c. 28. 111

4) Salmas de annis climactericis. p. . 596. Manαπ s gοαατπιπααςπ° Eersen: Sblensg., Famn.
aeg. L. III. c. 6. J. 4. Wie es ührigens der Grieche, erkläret, damn,halie ieh, mih
nicht; Ep heisst cinmal machen, und TWει 1ρ die TrocaicendheitEEνα☛ is


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