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schen Münzen, wo wir sie neben Horos und Arpokrates als Wölfin erblicken. 1¹)
Deſswegen, scheint es, hatte Apollo eine eigene Vorneigung für das Wolfsge-
schlecht; 2) und wälilte sich vor allen Thieren den Wolf zum Freunde und
Kriegsgenossen; wenn wir anders auf die Ursache rathen dürfen, da in Aegyp-
ten ein heiliger Sermon den wahren Grund dieses freundschaftlichen Verhältnis-
ses nur den Eingeweihten offenbarte. 3) Homer nennet ihn Lykogenes, den
vom Wolfe oder von der Wölfin entsprossenen; denn daſs er in Lykien geboh-
ren ist, soll eine spätere Fabel seyn, die sich erst aus dem Zunamen Lykogenes
entwickelt hat. 4)
Noch haben wir nicht mehr zu Stande gebracht, als daſs wir das heilige
Thier der Leto, ihren hieroglyphischen Buchstaben, ausmittelten: was soll aber
dieser? Es erhielt sich unter den Griechen eine Ueberlieferung, über derer Ur-
sprung sie selbst im Ungewissen waren, und nach welcher der Wolf das zwei-
felhafte Licht, zwischen Nacht und Tag, das Zwilicht, bedeutete. Bald bezo-
gen sie sich deſshalb auf seine Farbe, die zwischen Licht und Dunkel das Mittel
halte; oder auch beydes, das Dunkle und Helle, miteinander verbinde: 5)
Bald suchten sie den Grund in der Sprache, in einem Wortspiele, und glaub-
ten in der dorischen Mundart einen Ausdruck zu finden, welcher einen Wolf
und zugleich das Dunkel bezeichnet, woraus die Zusammensetzung νααιιαα
dunkles Licht, entstanden sey, was man auch für Wolßslicht, (entre chien
et loup) nehmen konnte. 6) Die Erzählung lag nun einmal vor, daſs der
¹2) Zoega, numi aegypt. imperatorii in mus. Borg. n. 76. Trajan. p. 70.
2) Schol. in Sophocl. Electr. 6. % 3a is ro isgo swoα aτ⁸ον rα αν,, τευ r7νρ Agrisdee roρ sαο*ρ.
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3) Sy nes. de Provid, L. I. p. 115. Petav. rav es Tα α νααα Tανοαο.ρανααατααα éαν α, v rοο
Movreg AMuαον. e MνWα —᷑ρ sοατν, eges Aevα sr, d νν πιοαναινρονιααν, ο e ν⁄% πααα.
4) Axππν% auνρνα. II. A. 101. Schol. Venet. in h. I.
5) Aelian., de nat. animal. L. X. c. 26. Eusath. in Homer. II. A- P. 448. 49. Rom.
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æanvoy, ours⸗ axge xav. Vergl. in II. k. y. 809. n. 38, 39. Zonar. Lex. p. 1323. Auαι .
æxo ueraagας rοαο Mαοα, drweg vο ees gere ege re wg. e egtα Avos xovei, 7 e aras, Gedar
Etimol. mag. V. uxooc.
6) Schol. Venet. in II. A. 101. Muiyyetνν νν (re eοααοανς) ονασνο„ρααν, ν*⅓ I ev Auxtig vepaee-
voy, En Yag ser, s νρaραα avæpvassας vsοαςια οςρ ααορ, αnρ ιτâú οπααι Tα tagav uteyeuiuv oreftaα
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