Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 3612,a
Hug, Johann L.
Untersuchungen über den Mythos der berühmtern Völker der alten Welt vorzüglich der Griechen: dessen Entstehen, Veränderungen und Innhalt
Freiburg im Breisgau, 1812
Seite: 331
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Freiburg und der Oberrhein

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Puncte schon um acht Grade zurückgewichen; oder der erste Punct war schon
um so viele Grade in die folgenden Theile der Ekliptik, ra rrckn dwαα2
opiz, übergangen. Dazu werden nicht weniger als 576 Jahre erſordert; setzen
wir vierzig und einige Jahre bis zur christlichen Zeitrechnung hinzu, so mühßte
die Eintheilung dieses Thierkreises gegen 620 Jahre vor derselben, das ist in
den Zeiten Thales, des Milesiers, entworſen worden seyn, mit welchem eigentlich
die wissenschaftliche Himmelsbeobachtung unter den Griechen anfängt.
Nachdem Eydoxos aus Aegypten zurückgekommen war, stellte er über die-
sen Gegenstand eine Meynung auf, die von den bisherigen Ansichten der Grie-
chen ungemein weit abgieng, keinen Beyfall ſand, und wie es scheint, von ihm
selbst später verlassen wurde; er brachte die Behauptung mit: die Einschnitts-
puncte seyen in der Mitte der Sternbilder gelegen; die Frühlingsgleichung gehe
in der Mitte des Widders, die Spätgleichung in der Mitte der Wage vor; die
Solstitien geschehen in der Mitte des Krebses und des Steinbockes. ¹) Es liegt
auch würklich noch -der Kopf der Hydra, welche die Geschichte des Niles in
den drey Monaten nach dem Sommersolstitium vorstellt, unmittelbar unter der
Mitte des Krebszeichens; 2) eine Anordnung, die damit ganz im Zusammen-
hange ist. Die Ankunft des Niles ist nach der Versicherung der Aegyptier im-
mer gleichzeitig mit dem Sommersolstitium gewesen; 3) da wo sich dieses er-
eignet, muſste also auch der Anfang der Hydra seyn. Wo sich nun der Solsti-
tialpunct mit Rücksicht auf das Himmelszeichen änderte, muſste das vornehmste
Phänomen des Landes damit in Uebereinstimmung gesetzt werden.
Jedes Sternbild des Thierkreises war also schon mit seinem Anfangspuncte
in den Raum des folgenden bis auf die Hälfte hinübergegleitet, oder hatte sich

rum. Vergl. Petav. variar. dissertation. ad Uranolog. L. II. c. 5. p. 80. Plin. XVIII.
68. II. 17. auf welcher Meinung man nun fortwährend beharrte. Columella, de re
rust. L. IX. c. 14. Vitruv. L. IX, c. 5, Martian. Capella. L. VIII. p. 326. 27. edit.

Lugd. 1592.
1) Alle beweisende Stellen hat Petau aufgesammelt in Auctuar. ad Uranol. L. II. variar.

dissertat. c. 3. p. 72. .
2) Arat. 445. 46. οαα α ρππιπι αιαοαιο ποαν ιτοο. Theon. in h. I. pae saas Te Sad,.

eri sρ αι ερραν οαtρεααν rαα ααοαιισι.
3) Herodot. L. II. c. 19. axe rgoτναανα τααι eνοο αοοραααναα6. Diodor. L. I. c, 36. p. 42. 7αααα

zu ag axo egweα rger*ανα ie heres. Plin. Hist. nat. L. V. c. 10.


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