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bindet mich die Ehre, mitzuwirken und mitzuarbeiten. Wegen
des Gegenſtandes kann ich nicht verlegen ſeyn: ſo eben wird
der erſte Theil des Straußiſchen Werkes, dritte Auflage,
herumgeboten; ſollte ich die Beleuchtung derſelben von der Hand
weiſen, die mir gute Männer ſchon länger zugedacht haben?
Ich habe zwar bei weitem nicht alle Gegner des ſchnell
berühmt gerert en Schriftſtellers kennen geternt, nicht ihr
Verfahren und ihr Waffenglück, und muß beſorgen, mitunter
zu thun, was ſe abgethan iſt. Allein jeder Menſch hat
ſeine eigene Art und einen eigenen Kreis des Wiſſens, ſomit
wird auch mir etwas Eigenthümliches bleiben.
§. 1. Jeſus Chriſtus, unter denen, die in den Entwickelungs⸗
gang des Menſchengeſchlechtes eingegriffen haben, iſt ein Name
von welthiſtoriſcher, von höchſter Bedeutung; ohne Uebertreibung
bedeutender als Alerander, der die drei Erdtheile zum Aus⸗
nen Berein unter der Aegide eines einzigen Herrſchers
bringen wollte, und durch ſein Glück, ſeinen Heldenarm und
dern den Erdkreis in Verwirrung hinterließ. Dieſer Jeſus
Chriſtus hingegen, der ſo liebenswürdig auf den Fortgang der
ſittlichen Bildung und Veredlung unferes Geſchlechtes nur mit
der Kraft ſeines Wortes und den friedlichen Thaten eines kurzen
Lebens bleibend eingewirkt hat, ſtehet da wie ein Coloß morali⸗
ſaer Macht und Herrlichkeit in Mitte der Völker, die ihm ihre
von den Juden verklagt, von den Römern hingerichtet, iſt er
in ieſem Augenblicke daran, ſeeger höheren n Perſo öͤnl lichkeit v von
ſtammten Adel ſo viel blei bt, a als ibm die deutſche D Dialekik
übrig zu laſſen geruht.
§. 2. Es iſt nämlich dieſer Jeſus, ſo lantet die neue
Lehre, von ſo vielen mythiſchen Geweben ſeiner Lebensbeſchrei⸗
ber überſponnen, daß, wenn man eines um das audere ab⸗
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