Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., L 9646,m
Hug, Johann L.
Gutachten über das Leben Jesu, kritisch bearbeitet von Dr. David Friedrich Strauß (1. Band)
1840
Seite: 95
(PDF, 45 MB)
Bibliographische Information
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uns gerade das wieder auffallen, was wir im Hymnus des
Zacharias (§. 24) oben wahrgenommen haben. Dieſer Her⸗
zensguß iſt nicht ſpäterhin ſo gemacht worden. Er bewegt
ſich noch ganz in den altjüdiſchen Vorſtellungen vom meſſia⸗
niſchen Staate, ehe ſich die Apoſtel zurecht gefunden haben
über das Reich des Herrn im geiſtigen Sinne. Er iſt älter
als die Predigt der Apoſtel: Die fromme Jungfrau träumt
ſich noch irdiſches Glück und Menſchengröße:
Er hat bethätigt ſeines Armes Kraft,
Hochmüthige in ihres Herzens Wahn zerſtreut,
Gebieter herab geworfen von ihren Heſſcherſitzen,
Und die Niedrigen erhöht,
Mangelnde mit Gütern überfüllt,
Und die Reichen leer entlaſſen.

Die Schatzung.
(IV. Kap. §. 32, 254 ff.)
§. 30. Zu Rom war Volkszählung und Schatzung, anro—
gogν und τοτιρειοας nicht getrennt, nomina in tabu-
las relata, aestimatio bonorum facta; weßwegen ano
7νοοσ für die ganze Handlung gilt. Auch in den Provinzen
wurde es auf ähnliche Weiſe gehalten; nur hatte für die
aestimatio eine professio ſtatt. Anders verhielt es ſich in
den Ländern der sociorum, welche den regulis, tetrarchis,
dynastis untergeben waren. Sie bildeten gleichſam die Vor⸗
wachen des Reiches; aber immer dem ſiebenköpfigen allmäch⸗
tigen Ungethüm ausgeſetzt, bereit, wie es ihm beliebte; ſie
zu verſchlingen, lebten ſie unter harten Bedingungen, wurden
mit Tributen, ος0ο6ε ιεανααραοειινορς, belegt¹), wogegen es
ihnen frei ſtand, die Unterthanen zu beſteuern nach ihres
Herzens Luſt; fürs Andere waren ſie im Kriege zur Heerfolge
verbunden. In dieſen Ländern übten die Römer keine Scha⸗

¹²) Appian alex, de bell. civil. L. V. c. 75. Jorn Jε n zαα
gοιεα, ν ιοοναουιιε, t ομο ειοας 1τιτιταιιςνοσισ


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