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dig zu machen, und nannten ſie Tetrarchien; die Fürſten
aber Tetrarchen¹). Daſſelbe haben ſie auch anderswo ge—
than?²). Auf dieſe Weiſe verfuhren ſie mit der Verlaſſen⸗
ſchaft des Herodes. Archelaus erhielt ſeinen Antheil und als
Vorzug den Namen Ethnarch; den zweiten erhielt als Te—
trarchie Herodes Antipas; den dritten Philippus in gleicher
Eigenſchaft, und wegen der Vierzahl wurden die Beſitzungen
des Lyſanias unter der neuen Benennung Tetrarchie von
Abilene beigezogen. So nahe liegt die Sache, daß man
ſchwer begreift, wie darüber weggeſehen wurde.
Von dieſer Zeit an, wie geſagt, erſcheint die Herrſchaft des
Lyſanias als Tetrarchie, und zwar als Tetrarchie von Abi—
lene. Unter Cajus Cäſar, genannt Caligula, war das Ge—
ſchlecht des Lyſanias ausgeſtorben, oder hatte irgend etwas
verſchuldet, weßwegen Cajus ſeinen Günſtling, den ältern
Agrippa, mit der Tetrarchie des Philippus, die erledigt war,
und mit der Tetrarchie des Lyſanias beſchenkte ²³).
Claudius beſtätigte die Schenkung von Abila des Lyſa—
nias, und fügte derſelben alle Länder, die Herodes der Va—
ter beſeſſen hatte, hinzu?*). Nach dem Tode des ältern Agrippa
warf Claudius einige Länder zuſammen, ein kleines König⸗
thum für Agrippa, den letzten der Herodiaden, zu bereiten;
unter dieſen befand ſich auch Abila, welches die Tetr ar⸗
chie des Lyſanias geweſen war?).
In dieſen Zeitraum, nemlich nach dem Hintritte des He⸗
rodes, wo die Eintheilung Paläſtina's in Tetrarchien beſchloſ⸗
ſen worden iſt, fällt eine Münze mit dem Blilde der Pallas,
auf der Kehrſeite mit der Aufſchrift: ASANIOY TE-
2²) Sirabo, L. XII. p. 567 Sι⁰ιτιαιεαεντααα cιαρα αεεμιααας,
⁊cτ—dιαομιιινν açẽrν täπο οο.ον,; 1τοανν οννοοιν ιαoονο ed.
Paris. 1620. Plin. H. N. L. V. c. 25.
2) Plin. L. V. H. N. c. 19.
²) Jos. Ant. L. XVIII. c. 6 n. 10 r“ Zuo0νιοαν eruexier.
²*) Jos. Ant. L. XIX. c. 5. Asil rn“ 1Juταινι1οι½ν¹
*) Jos. Anl. L. XX. c. 7. G Asiα,, νναμιοιυαιπ εινονIh½ns-
10ααοι⁹α½.
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