Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., L 9646,m
Hug, Johann L.
Gutachten über das Leben Jesu, kritisch bearbeitet von Dr. David Friedrich Strauß (2. Band)
1844
Seite: 33
(PDF, 56 MB)
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auch Paulus Hebr. VII. 2. αοεν Sαοι, ° τι -
oοει ι οπ νοαις. Zwar ſollte der Ort Di heißen; aber, wie
geſagt, die Beilaute waren Nebenſache, und ſtörten nichts ).
Als die Hände Moſe ſchwer geworden, ſtützten ſie Aaron
und Or. Erod. XVII. 12. Aaron, wie ihn Philo irgendwo
ſchildert, iſt der Gebirgige, P, 0σεεν6ος *ρπνει οααααι,
u&Hοοας ααα ρντ ρoνοονv§.G(0νριροοιοος, d. i. hohe überir⸗
diſche Denkart ²). An unſerer Stelle iſt er 0νορ die Denk⸗
kraft; Or aber iſt Licht — Qo — ° οτ α ς; von Denk⸗
kraft nemlich und Licht ward Moſe unterſtützt. Dieſer Geiſtes⸗
verwandtſchaft gemäß wurde Aaron am Berge Or, d. i. im
Lichte begraben. Num. XX. 25.
Von dieſer Anſchauungsweiſe der Beſſern ſeines Volkes
wurde Johannes hingezogen, und hielt es für bemerkenswerth,
daß der Geſchickte und der Name des Teiches und vielleicht
auch Jeſu der Geſendete als ein ſonderbares Zuſammentreffen
erſcheine. Einen weitern Schluß hat er ſich nicht erlaubt. Si—
loam iſt der Name, wie er im Munde des Volkes ſich ver⸗
bildet hat; do wurde geſchrieben Jeſ. VIII. 6. und ſomit
richtig überſetzt durch ‿ςονναιοενͤο, um ſo mehr, da hier
nicht von der Quelle, ſondern von einem emissarius, von
einem ausgeſendeten Abfluſſe nach dem Teiche die Rede iſt,
aus dem einſt die Gärten der Könige gewäſſert wurden. In
Hinſicht auf dieſe Bemerkungen läßt ſich hoffen, daß die Ge⸗
lehrten dem Apoſtel ihre philologiſche Ungnade erlaſſen werden.
§. 95.
Unwillkürliche Heilungen.
(S. 102 — 112.)
§. 62. Das mangelte noch, daß unſer ehrenwerther Geg⸗

ner dem Erlöſer Abſicht und Willen in ſeinem Thun und
Wirken abſprach. Einen Fall, der ihn dazu berechtigte, fand

²) Allegor. Leg. III. p. 51. Turn. Mang. §. 25. p. 102.
²) de ebriet. seu temulent. Turn. d. 174. Mang. §. 32. p. 377.
²) Alleg. Leg. III. p. 47. Mang. §. 45. p. 96.
Hug, Sutachten. 3


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