Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., L 9646,m
Hug, Johann L.
Gutachten über das Leben Jesu, kritisch bearbeitet von Dr. David Friedrich Strauß (2. Band)
1844
Seite: 37
(PDF, 56 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/hug1844a/0037
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manne hatte, als welchem die Geiſter, ſeine Befehle auszu⸗
richten, wie einem Hauptmann ſeine Soldaten, unterworfen
ſeien, ließ ihn den Abſtand fühlen, der zwiſchen ihm und
Jeſu ſei, bεν νανυà‿ον ροροο τνοος &εοοαο Luk.
VII. 7. In dieſem Bewußtſein verbat er ſich den Beſuch
durch Freunde, αοορ% ſicher nicht durch Heiden, durch Volks⸗
genoſſen Jeſu, wie denn auch die erſte Sendung aus ſolchen
beſtanden hatte, mit dem Beiſatze, daß es überflüſſig ſei,
ſich in das Haus zu bemühen, indem es ihn nur ein Wort
koſte, um zu bewerkſtelligen, was er wolle. Es liegt alſo
im Ideenkreiſe dieſes Mannes im Grund ſo zu handeln.
Wie die erſte Sendung auf einem vernünftigen Zweifel beruhet/
wegen deſſen er ſich nicht ermuthigte, ſelbſt zu erſcheinen, ſo
hat die zweite eine pſychologiſche Haltung: Jeſu war ihm zu
groß, als daß er ſich ihm zu nähern ſich getraute.
Im Eifer, die Geſchichte des Hauptmanns und ſeines
Knechtes, in zwei verſchiedene Geſchichten zu verwandeln, hat
man nicht daran gedacht, daß die Reden des Hauptmanns,
die er bei Matthäus ſpricht, und bei Lukas durch Freunde
vortragen läßt, und die bewundernde Erklärung Jeſu über
dieſelben bis aufs Wort die nemlichen ſind; νπ ιιι 1τπτριοα
ο bv zn otεν sαος α ονονν ιε
oyov, e α oονται τπαιι αο Matth. 0ν „ανοεαεια
ραος τα ο ι oτεν αου ιιι äας - — απομα ι
oνν, zα ααäzera οα ον. Luk. Sehe man nun
erſt die lange Stelle Matth. VIII. 9. Luk. VII. 8. zρα αα
æο ονονσνν ρς bis αα οαιειι, und die Erwiederung Jeſu im
folgenden Verſe, οαοαιαοοαας & — — οοντισπ ιοτιανι ειo.
Mit der Geſchichte des Hauptmanns und ſeines Knechtes
wird die Erzählung des Johannes, IV. 46— V. in Verbin⸗
dung gebracht. Vorhin hat man den Bericht des Matthäus
und Lukas von des Hauptmanns Knechte trennen, und in
zwei verſchiedene Thatſachen zerreißen wollen; nunmehr wird
uns hHypothetiſch ihre Einerleiheit zugegeben, wenn wir die
Johanneiſche Erzählung ebenfalls in den Bund der Einerlei⸗


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