Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., L 9646,m
Hug, Johann L.
Gutachten über das Leben Jesu, kritisch bearbeitet von Dr. David Friedrich Strauß (2. Band)
1844
Seite: 72
(PDF, 56 MB)
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— 72 —

Reichlichern Stoff zu Widerlegungen bot unſerm Gelehr⸗
ten die Neigung der Exegeten zur natürlichen Wunderdeutung
oder die Luſt zu wiſſen, wie das Uebernatürliche geſchehe.
S. 218—230. Hätte ihm dieſe nicht mehr zu thun gemacht
als die Anhänger des Geſchichtglaubens, ſo würde ſeine Schrift
kaum halb ſo groß ausgefallen ſein.

Jeſus verwandelt Waſſer in Wein.

(§. 101. S. 235 — 252.)

§. 68. Vorläufig wird der fromme Olshauſen, der das
Uebernatürliche begreiflich machen wollte, abgewandelt; dann
S. 240 folgen die Angriffe auf die Geſchichte: „Daß es
Jeſu unwürdig ſei, ſich nicht allein in Geſellſchaft von Trun⸗
kenen betreten zu laſſen, ſondern ihrer Trunkenheit noch Vor⸗
ſchub zu thun.“ Dieſem Einwurfe iſt zwar von Andern
begegnet; doch iſt es nicht ganz überflüſſig, denſelben noch
einmal vorzunehmen. Als der Erlöſer in die feſtliche Geſell⸗
ſchaft einrrat, waren wohl die Gäſte nicht ſchon betrunken,
und daß ſie es nachher geworden ſeien, ſagen die Worte
Joh. II, 10. nicht aus. Die Worte nemlich: „Jedermann
tiſche zuerſt den guten Wein auf, und wenn ſie betrunken
ſind, den geringern; du haſt den guten Wein bis jezt auf⸗
geſpart,“ reden nur von dem, was gemeinhin bräuchlich iſt.
Zwar ſind ſolche Beobachtungen aus der Mehrheit der Fälle
entſtanden, erleiden aber wie alle Sätze der Art Einſchrän⸗
kungen und Ausnahmen: nicht Alles was in Weinhäuſern
und bei rohen Trinkgelagen vorgieng, geſchah auch in beſſe⸗
rer Geſellſchaft. Eine ſolche war die, von der die Rede iſt,
wie es die Führung und Bedienung des Gaſtmahles zeigt.
Es iſt ein aazνατνοντι ͤς), ein Oberſpeiſe⸗ und Trank⸗

¹) Die Benennung kommt auf Inſchriften vor. Marquard. Gudii
antiquae inscriptiones. p. CCI. n. 5.
C. OCTAVIVS. C. L. ANTILOCHVS
AVG. ARCHIPRAGVSTATOR. ET
APCIHITRICLINARCHVS. H. S. E.


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